Heller Buchen-Laubwald mit hohen, schlanken Stämmen im Gramschatzer Wald im Sommer
Foto: Bonnlander, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Wald

Gramschatzer Wald

Der Gramschatzer Wald ist ein großes, zusammenhängendes Waldgebiet nördlich von Würzburg. Buchen und Eichen prägen den Laubwald, der als europäisches FFH-Schutzgebiet ausgewiesen ist. Markierte Rundwege, das Walderlebniszentrum und das Waldhaus Einsiedel machen ihn zu einem Ausflugsziel für die ganze Region.

Gramschatzer Wald auf einen Blick

Ort / Region
Landkreis Würzburg
Bundesland
Art des Spots
Beste Jahreszeit
Beste Tageszeit
Tagsüber (redaktionelle Einschätzung)
Fläche
rund 4.000 ha (FFH-Gebiet: 4.241 ha)
Anfahrt
Auto: A7, Anschlussstelle Gramschatzer Wald. Bus: WVV-Linie 45 bis Haltestelle „Einsiedel“ (laut Bayerische Staatsforsten – aktuellen Fahrplan prüfen).
Parkmöglichkeit
Nicht verifiziert – bitte vor dem Besuch prüfen.
Koordinaten
49.90023, 9.96024

Was den Gramschatzer Wald besonders macht

Der Gramschatzer Wald liegt rund 12 Kilometer nördlich der Würzburger Innenstadt (Luftlinie) im Landkreis Würzburg. Er grenzt an Güntersleben, Rimpar, Unterpleichfeld, Hausen bei Würzburg, Arnstein und Retzstadt. Der Kern des Waldes ist Staatswald und gemeindefreies Gebiet, die Randbereiche gehören den angrenzenden Gemeinden.

Ein Laubwald aus Buchen und Eichen

Laubbäume machen knapp vier Fünftel des Waldes aus: Buchen rund 32 Prozent, Eichen rund 29 Prozent. Dazu kommen unter anderem Hainbuche, Feldahorn, Vogelkirsche und Winterlinde. Zu den Besonderheiten zählen die wärmeliebende Elsbeere und der in Deutschland seltene Speierling. Fichten, Kiefern, Lärchen und Douglasien wurden später aufgeforstet; die Fichte ist seit den 1990er-Jahren durch Sturm und Borkenkäfer deutlich zurückgegangen.

Geschichte: vom Wildbann zum Hochwald

Vor rund 1.000 Jahren schenkte Kaiser Heinrich II. das ehemalige Königsgut dem Würzburger Bischof als Wildbanngebiet. 1574 führte Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn verbindlich den Mittelwaldbetrieb ein. Im 19. Jahrhundert wurde der Wald nach und nach auf Hochwald umgestellt.

Geschütztes FFH-Gebiet

Der Gramschatzer Wald ist als europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen (FFH-Gebiet 6025-371). Der Untergrund besteht überwiegend aus Muschelkalk, in dem sich stellenweise Dolinen gebildet haben. Die höchste Erhebung ist der Sternberg mit 374 Metern.

Anfahrt und Parken

Mit dem Auto erreichst du den Wald über die A7, Anschlussstelle Gramschatzer Wald. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt laut den Bayerischen Staatsforsten die WVV-Buslinie 45 bis zur Haltestelle „Einsiedel“ am Walderlebniszentrum. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Parken: Zu Parkplätzen liegen uns noch keine verlässlichen Angaben vor. Diese Information ergänzen wir nach einer Prüfung vor Ort.

Was man im Gramschatzer Wald machen kann

Wandern und Radfahren

Durch den Wald führen 16 markierte Forst-Rundwanderwege und drei Zielwanderwege des Steigerwaldklubs. Außerdem gibt es Wege für Radfahrer.

Walderlebniszentrum

Das Walderlebniszentrum der Bayerischen Forstverwaltung liegt auf einer Lichtung bei Einsiedel. Es informiert über Pflanzen und Tiere des Waldes, Waldbewirtschaftung, Naturschutz und erneuerbare Energien. Laut Förderverein gibt es unter anderem Wald-Rucksäcke zum Ausleihen und Themenpfade. Aktuelle Öffnungszeiten findest du auf der Website des Walderlebniszentrums.

Kletterwald

Beim Waldhaus Einsiedel befindet sich ein Kletter- bzw. Hochseilgarten. Öffnungszeiten und Preise erfährst du direkt beim Betreiber.

In der Nähe: Einkehr und Ausflugsziele

Waldhaus Einsiedel: Die Waldgaststätte ist ein Rastpunkt für Wanderer. Laut den Bayerischen Staatsforsten ist sie von April bis Oktober geöffnet – prüfe die aktuellen Zeiten vor deinem Besuch.

Barfußpfad: An der Autobahnraststätte Erbshausen-Sulzwiesen gibt es laut Wikipedia einen Barfußpfad mit zwei Rundgängen (900 Meter und 3 Kilometer). Ob er aktuell geöffnet ist, ist nicht verifiziert.

Würzburg: Die Stadt mit Residenz, Festung Marienberg und Weinbergen am Main liegt nur eine kurze Fahrt entfernt.

Praktische Hinweise

  • Ausrüstung: Feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung genügen für die meisten Wege. Nach Regen können Waldwege matschig sein.
  • Jahreszeit: Der Wald lohnt sich ganzjährig. Im Frühjahr blühen im Laubwald Buschwindröschen, im Herbst färben sich Buchen und Eichen.
  • Barrierefreiheit: Das Walderlebniszentrum ist laut den Bayerischen Staatsforsten teilweise rollstuhlgerecht. Ob die Waldwege barrierefrei sind, ist nicht verifiziert.
  • Verkehr: Die A7 führt durch das Waldgebiet. In ihrer Nähe kann Verkehrslärm zu hören sein.
  • Waldarbeiten: Der Wald wird forstwirtschaftlich genutzt. Beachte Absperrungen bei Holzfällarbeiten.

Quellen

Gramschatzer Wald auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zum Gramschatzer Wald

Wie groß ist der Gramschatzer Wald?

Die Bayerischen Staatsforsten geben rund 4.000 Hektar an. Das FFH-Schutzgebiet Gramschatzer Wald umfasst 4.241 Hektar.

Wie komme ich ohne Auto zum Gramschatzer Wald?

Laut den Bayerischen Staatsforsten fährt die WVV-Buslinie 45 bis zur Haltestelle „Einsiedel“ am Walderlebniszentrum. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Gibt es im Gramschatzer Wald markierte Wanderwege?

Ja. Es gibt 16 markierte Forst-Rundwanderwege und drei Zielwanderwege des Steigerwaldklubs.

Kann man im Gramschatzer Wald einkehren?

Ja, im Waldhaus Einsiedel. Laut den Bayerischen Staatsforsten ist es von April bis Oktober geöffnet. Prüfe die aktuellen Zeiten vor deinem Besuch.

Was ist das Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald?

Eine Einrichtung der Bayerischen Forstverwaltung bei Einsiedel. Sie informiert über den Wald, seine Tiere und Pflanzen sowie über Waldbewirtschaftung und Naturschutz und bietet Programme für Gruppen und Familien an.