Was den Gramschatzer Wald besonders macht
Der Gramschatzer Wald liegt rund 12 Kilometer nördlich der Würzburger Innenstadt (Luftlinie) im Landkreis Würzburg. Er grenzt an Güntersleben, Rimpar, Unterpleichfeld, Hausen bei Würzburg, Arnstein und Retzstadt. Der Kern des Waldes ist Staatswald und gemeindefreies Gebiet, die Randbereiche gehören den angrenzenden Gemeinden.
Ein Laubwald aus Buchen und Eichen
Laubbäume machen knapp vier Fünftel des Waldes aus: Buchen rund 32 Prozent, Eichen rund 29 Prozent. Dazu kommen unter anderem Hainbuche, Feldahorn, Vogelkirsche und Winterlinde. Zu den Besonderheiten zählen die wärmeliebende Elsbeere und der in Deutschland seltene Speierling. Fichten, Kiefern, Lärchen und Douglasien wurden später aufgeforstet; die Fichte ist seit den 1990er-Jahren durch Sturm und Borkenkäfer deutlich zurückgegangen.
Geschichte: vom Wildbann zum Hochwald
Vor rund 1.000 Jahren schenkte Kaiser Heinrich II. das ehemalige Königsgut dem Würzburger Bischof als Wildbanngebiet. 1574 führte Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn verbindlich den Mittelwaldbetrieb ein. Im 19. Jahrhundert wurde der Wald nach und nach auf Hochwald umgestellt.
Geschütztes FFH-Gebiet
Der Gramschatzer Wald ist als europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen (FFH-Gebiet 6025-371). Der Untergrund besteht überwiegend aus Muschelkalk, in dem sich stellenweise Dolinen gebildet haben. Die höchste Erhebung ist der Sternberg mit 374 Metern.
Anfahrt und Parken
Mit dem Auto erreichst du den Wald über die A7, Anschlussstelle Gramschatzer Wald. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt laut den Bayerischen Staatsforsten die WVV-Buslinie 45 bis zur Haltestelle „Einsiedel“ am Walderlebniszentrum. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Parken: Zu Parkplätzen liegen uns noch keine verlässlichen Angaben vor. Diese Information ergänzen wir nach einer Prüfung vor Ort.
Was man im Gramschatzer Wald machen kann
Wandern und Radfahren
Durch den Wald führen 16 markierte Forst-Rundwanderwege und drei Zielwanderwege des Steigerwaldklubs. Außerdem gibt es Wege für Radfahrer.
Walderlebniszentrum
Das Walderlebniszentrum der Bayerischen Forstverwaltung liegt auf einer Lichtung bei Einsiedel. Es informiert über Pflanzen und Tiere des Waldes, Waldbewirtschaftung, Naturschutz und erneuerbare Energien. Laut Förderverein gibt es unter anderem Wald-Rucksäcke zum Ausleihen und Themenpfade. Aktuelle Öffnungszeiten findest du auf der Website des Walderlebniszentrums.
Kletterwald
Beim Waldhaus Einsiedel befindet sich ein Kletter- bzw. Hochseilgarten. Öffnungszeiten und Preise erfährst du direkt beim Betreiber.
In der Nähe: Einkehr und Ausflugsziele
Waldhaus Einsiedel: Die Waldgaststätte ist ein Rastpunkt für Wanderer. Laut den Bayerischen Staatsforsten ist sie von April bis Oktober geöffnet – prüfe die aktuellen Zeiten vor deinem Besuch.
Barfußpfad: An der Autobahnraststätte Erbshausen-Sulzwiesen gibt es laut Wikipedia einen Barfußpfad mit zwei Rundgängen (900 Meter und 3 Kilometer). Ob er aktuell geöffnet ist, ist nicht verifiziert.
Würzburg: Die Stadt mit Residenz, Festung Marienberg und Weinbergen am Main liegt nur eine kurze Fahrt entfernt.
Praktische Hinweise
- Ausrüstung: Feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung genügen für die meisten Wege. Nach Regen können Waldwege matschig sein.
- Jahreszeit: Der Wald lohnt sich ganzjährig. Im Frühjahr blühen im Laubwald Buschwindröschen, im Herbst färben sich Buchen und Eichen.
- Barrierefreiheit: Das Walderlebniszentrum ist laut den Bayerischen Staatsforsten teilweise rollstuhlgerecht. Ob die Waldwege barrierefrei sind, ist nicht verifiziert.
- Verkehr: Die A7 führt durch das Waldgebiet. In ihrer Nähe kann Verkehrslärm zu hören sein.
- Waldarbeiten: Der Wald wird forstwirtschaftlich genutzt. Beachte Absperrungen bei Holzfällarbeiten.
