Was die Pfaueninsel besonders macht
Die Pfaueninsel liegt in der Havel im Ortsteil Wannsee im Berliner Südwesten. Die Insel ist 67 Hektar groß, rund 1,7 Kilometer lang und bis zu einen Kilometer breit; etwa 40 Menschen wohnen hier dauerhaft. Seit 1924 steht sie unter Naturschutz, seit 1990 gehört sie zum UNESCO-Welterbe – gemeinsam mit den Schlössern und Parks von Potsdam-Sanssouci und Schloss Glienicke.
Pfauen, Schloss und Meierei
Auf der Insel laufen heute rund 50 bis 100 Pfauen frei herum. Zwischen 1793 und 1797 ließ König Friedrich Wilhelm II. die Insel zu einem romantischen Rückzugsort umgestalten und dabei das weiße Schloss und die Meierei im gotischen Stil bauen. Dazu kommen das Kavaliershaus und der Fregattenschuppen, in dem die Königsjacht „Royal Louise“ untergebracht war.
Vom Glaslabor zum Landschaftspark
1685 bekam der Alchemist Johannes Kunckel die Insel, um dort ein Glaslabor einzurichten. Ab 1821 gestaltete Peter Joseph Lenné die Landschaft neu. Die Tiere der damaligen Menagerie wurden später zum Grundstock des Zoologischen Gartens Berlin, der 1844 eröffnete.
Anfahrt und Parken
Auf die Pfaueninsel kommst du nur mit der Fähre, die vom Festland in Wannsee übersetzt. In der Sommersaison fährt sie laut Stiftung Preußische Schlösser und Gärten täglich von 10 bis 18 Uhr jeweils zur Minute 15, 35 und 55 ab. Tickets gibt es online und am Automaten an der Anlegestelle: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, die Familienkarte (zwei Erwachsene, bis zu vier Kinder) kostet 12 Euro.
Parken: Am Nikolskoer Weg gibt es einen kostenlosen öffentlichen Parkplatz. Mit Bus und Bahn fährst du bis zur Haltestelle „Pfaueninsel (Berlin)“.
Was man auf der Pfaueninsel machen kann
Die Insel ist ein Landschaftspark zum Spazierengehen: vorbei an alten Bäumen, Wiesen und Havelufern, am Schloss, an der Meierei und – mit etwas Glück – an Pfauen, die ihr Rad schlagen. Das Schloss kann besichtigt werden; Tickets gibt es nur für denselben Tag (8 Euro, ermäßigt 6 Euro).
Praktische Hinweise
- Öffnungszeiten (laut Stiftung Preußische Schlösser und Gärten): März bis Oktober 10–18 Uhr, November und Dezember 10–16 Uhr. Für Januar und Februar vorab prüfen.
- Verboten: Hunde, Fahrräder, Rauchen und Baden. Es gilt die Parkordnung der Stiftung.
- Barrierefreiheit: Eingeschränkt – die Wege sind mit Begleitung nutzbar; an der Fähre gibt es ein barrierefreies WC.
- Preise können sich ändern – vor dem Besuch auf der Website der Stiftung prüfen.
