Verschneiter Winterwanderweg auf den Lusen im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto: Rosa-Maria Rinkl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Winterwanderungen in Deutschland: 10 Touren auf geräumten Wegen

Für eine Winterwanderung brauchst du keine Schneeschuhe: Viele Regionen walzen oder räumen ihre Wege. Zehn Touren von den Premium-Winterwanderwegen in Reit im Winkl über den Feldberg im Schwarzwald bis in die Rhön und den Bayerischen Wald – mit Länge, Höhenmetern und Start.

Veröffentlicht am 5. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Was eine gute Winterwanderung ausmacht

Winterwanderwege werden von Gemeinden, Tourismusverbänden oder Bergbahnen geräumt oder gewalzt. Du gehst also durch knirschenden Schnee, sinkst aber nicht bis zum Knie ein – normale, feste Wanderschuhe reichen. Die folgenden Touren haben wir aus den Angaben der Regionen zusammengestellt. Alle Längen und Höhenmeter stammen aus den genannten Quellen.

1. Panoramaweg in Reit im Winkl (Chiemgau)

Der Panoramaweg auf der Hemmersuppenalm war der erste Winterwanderweg in Deutschland, der das Deutsche Wandersiegel erhielt. Die gewalzte Runde ist laut Gemeinde Reit im Winkl 6,5 Kilometer lang, hat 154 Höhenmeter und dauert rund zwei Stunden – mit weitem Blick auf die verschneiten Berge.

2. Kaiserblick in Reit im Winkl

Der zweite Premium-Winterwanderweg Deutschlands startet am Langlaufstadion und verläuft fast ohne Steigung durch das Tal: 6,4 Kilometer, 60 Höhenmeter, etwa zwei Stunden. Seinen Namen hat er vom Blick auf das Kaisergebirge.

3. Panoramaweg auf den Feldberg (Schwarzwald)

Vom Haus der Natur führt ein rund neun Kilometer langer Winterweg auf den 1.493 Meter hohen Feldberg, den höchsten Berg des Schwarzwalds – Gehzeit etwa zweieinhalb Stunden. Laut Naturschutzzentrum Südschwarzwald wird der Weg zum Gipfel und zu den Hütten meist bald nach Neuschnee gewalzt. Leicht ist er trotzdem nicht: Nebel, Schnee und Wind können ihn sehr beschwerlich machen. Schwarz-orange Stangen markieren den Weg.

4. Chamer-Hütten-Weg in Bodenmais (Bayerischer Wald)

Im ArberLand gibt es eine ganze Reihe geräumter Winterwanderwege. Der Chamer-Hütten-Weg in Bodenmais ist laut ArberLand 8,46 Kilometer lang und mittelschwer. Wer es gemütlicher mag, nimmt in Bodenmais die leichte Einkehr-Runde mit 10,5 Kilometern.

5. Gangolfsberg bei Oberelsbach (Rhön)

Der Winterwanderweg am Gangolfsberg ist laut Outdooractive 8,5 Kilometer lang, hat 246 Höhenmeter und dauert rund zweieinhalb Stunden.

6. Winterwanderung auf den Kreuzberg (Rhön)

Auf den Kreuzberg, den heiligen Berg der Franken, führt eine 10,4 Kilometer lange Winterwanderung mit 305 Höhenmetern – rund drei Stunden Gehzeit.

7. Lüttergrund an der Wasserkuppe (Rhön)

Kurz und familienfreundlich: Der Winterwanderweg 1 am Freizeitgelände Lüttergrund bei Poppenhausen ist 2,8 Kilometer lang und hat nur 55 Höhenmeter. Gut eine Dreiviertelstunde reicht.

8. Urschlauer Ache bei Ruhpolding (Chiemgau)

Eine kurze Runde an der Urschlauer Ache: 3,6 Kilometer laut Chiemsee-Chiemgau-Tourismus. Wer länger laufen will, nimmt die Frillenseerunde bei Inzell mit 10,9 Kilometern.

9. Rund um den Fichtelberg (Erzgebirge)

Der Fichtelberg ist mit 1.215 Metern der höchste Berg Sachsens. Seit dem 22. Dezember 1924 bringt die Fichtelberg-Schwebebahn Besucher von Oberwiesenthal hinauf und überwindet dabei 303 Höhenmeter. Oben beginnen Winterwanderungen über das Gipfelplateau.

10. Auf den Brocken (Harz)

Der Brocken ist mit 1.141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands und im Schnitt an 178 Tagen im Jahr verschneit. Die asphaltierte Brockenstraße ab Schierke ist für Autos gesperrt, aber für Wanderer frei. Wer nicht hinauflaufen mag, nimmt die Brockenbahn: Sie fährt ganzjährig von Wernigerode, Drei Annen Hohne und Schierke auf den Gipfel.

Alle Wintertouren im Überblick

Die zehn Touren mit Länge, Höhenmetern und Gehzeit, soweit die Quellen sie nennen:

  • Panoramaweg Reit im Winkl: 6,5 km, 154 Höhenmeter, rund 2 Stunden.
  • Kaiserblick Reit im Winkl: 6,4 km, 60 Höhenmeter, etwa 2 Stunden.
  • Panoramaweg auf den Feldberg (Schwarzwald): rund 9 km, etwa 2,5 Stunden.
  • Chamer-Hütten-Weg Bodenmais: 8,46 km, mittelschwer.
  • Gangolfsberg (Rhön): 8,5 km, 246 Höhenmeter, rund 2,5 Stunden.
  • Kreuzberg (Rhön): 10,4 km, 305 Höhenmeter, rund 3 Stunden.
  • Lüttergrund an der Wasserkuppe: 2,8 km, 55 Höhenmeter, gut eine Dreiviertelstunde.
  • Urschlauer Ache bei Ruhpolding: 3,6 km.
  • Fichtelberg (Erzgebirge): Runden über das Gipfelplateau, hinauf mit der Schwebebahn.
  • Brocken (Harz): zu Fuß über die für Autos gesperrte Brockenstraße ab Schierke oder mit der Brockenbahn.

Für Familien eignen sich vor allem die kurzen Runden am Lüttergrund und an der Urschlauer Ache; die längste der angegebenen Strecken ist die Winterwanderung auf den Kreuzberg.

Tipps für deine Winterwanderung

  • Früh starten: Im Winter wird es laut Deutschem Alpenverein schon gegen 16 Uhr dunkel.
  • Grödel einpacken: Leichte Spikes für die Schuhe helfen auf vereisten Abschnitten.
  • Loipen nicht betreten: Gespurte Langlaufloipen sind keine Wanderwege.
  • Vorher prüfen: Ob ein Weg gewalzt ist, hängt vom Schnee ab – die Gemeinden melden den Zustand meist tagesaktuell.

Quellen

Häufige Fragen zu Winterwanderungen

Welche Schuhe braucht man für eine Winterwanderung?

Feste, wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil. Für vereiste Stellen sind Grödel – leichte Spikes zum Überziehen – sinnvoll.

Wo gibt es in Deutschland Premium-Winterwanderwege?

Die ersten beiden Premium-Winterwanderwege Deutschlands liegen in Reit im Winkl im Chiemgau: der Panoramaweg auf der Hemmersuppenalm und der Kaiserblick im Tal.

Wie lang sollte eine Winterwanderung sein?

Plane kürzer als im Sommer. Im Schnee kommst du langsamer voran, und es wird früh dunkel. Touren zwischen drei und zehn Kilometern sind für die meisten ideal.

Wann sind Winterwanderwege geräumt?

Das hängt von der Schneelage ab. Viele Wege werden nach Neuschnee gewalzt – den aktuellen Zustand melden die Gemeinden und Tourist-Informationen.

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