Was den Serrahner Buchenwald besonders macht
Serrahn ist der kleinere, östliche Teil des Müritz-Nationalparks. Er liegt im Übergang von der Mecklenburgischen Seenplatte zur Feldberger Seenlandschaft, zwischen Neustrelitz und Feldberg. Prägend sind alte Buchenwälder mit viel Totholz – genau das macht sie wertvoll: Hier darf Wald alt werden, umfallen und vermodern.
Im Juni 2011 wurden 268 Hektar Buchenwald bei Serrahn zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Sie gehören zur Welterbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ – mit 94 Waldgebieten in 18 Ländern das größte serielle Weltnaturerbe der Welt. In Deutschland sind fünf Gebiete Teil davon.
Lange geschützt
Schon im 18. Jahrhundert dienten die Wälder den Herzögen von Mecklenburg-Strelitz als Jagdgebiet und forstbotanisches Versuchsgelände. Laut Nationalparkamt wurde das Gebiet 1952 Naturschutzgebiet, 1957 kam ein Teil unter strengen Waldschutz, 1990 wurde es Teil des neu gegründeten Müritz-Nationalparks. Der Nationalpark ist insgesamt 322 Quadratkilometer groß.
Anfahrt und Parken
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz in Zinow. Mit Bus und Bahn fährst du mit der Linie 619 zwischen Neustrelitz und Feldberg; sie hält an den Welterbe-Haltestellen Zinow, Dianenhof und Carpin.
Was man im Serrahner Buchenwald machen kann
Walderlebnispfad Zinow – Serrahn
Der Walderlebnispfad führt laut Müritz-Nationalpark rund neun Kilometer über unbefestigte Waldwege vom Parkplatz Zinow bis ins Dorf Serrahn. Unterwegs gibt es Infotafeln zur Waldentwicklung, eine Hörstation in einem Totholzstamm, zwei Hängematten, einen Aussichtsturm am Großen Serrahnsee und einen Bohlensteg durch ein intaktes Moor.
Ausstellung „Im Reich der Buchen“
In Serrahn zeigt eine Ausstellung des Nationalparks, wie ein Buchenwald funktioniert. Sie ist laut Nationalparkamt von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet; dort gibt es auch Toiletten.
Mit dem Rad
Eine 24 Kilometer lange Radrunde führt ab Zinow über Serrahn, Grünow und Carpin.
Praktische Hinweise
- Barrierefreiheit: Von Dianenhof bei Carpin führt eine für Rollstuhl und Kinderwagen geeignete Strecke nach Serrahn; einzelne Abschnitte haben mehr als sechs Prozent Steigung.
- Seen: Zum Teilgebiet gehören der Große Fürstenseer See, der Schweingartensee und der Zwirnsee.
- Verhalten: Im Nationalpark gilt es, auf den Wegen zu bleiben. Totholz kann jederzeit herabfallen – bei Sturm den Wald meiden.
