Ausflugsschiff auf dem Schermützelsee in der Märkischen Schweiz
Foto: Lienhard Schulz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · See

Märkische Schweiz: Naturpark rund um Buckow

Die Märkische Schweiz östlich von Berlin ist für brandenburgische Verhältnisse erstaunlich bergig: Endmoränen, Kehlen und Schluchten umrahmen den 38 Meter tiefen Schermützelsee. Im Zentrum liegt der Kneippkurort Buckow, wo Bertolt Brecht und Helene Weigel ihre Sommer verbrachten. Der Naturpark ist der älteste Brandenburgs.

Was die Märkische Schweiz besonders macht

Die Märkische Schweiz ist ein Hügelland im Landkreis Märkisch-Oderland. Ihre Landschaft haben die Eiszeiten geformt: Die Höhen sind Endmoränen, dazwischen liegen Schmelzwasserrinnen, Seen, Moore und kleine Sölle. Für Brandenburg ist das Relief ungewöhnlich stark – im Norden bei Bad Freienwalde gibt es laut Wikipedia Höhenunterschiede von über 100 Metern auf weniger als einem Kilometer.

Der Naturpark

Der südliche Teil um Buckow ist seit 1990 als Naturpark Märkische Schweiz geschützt. Mit 205 Quadratkilometern ist er das kleinste Großschutzgebiet Brandenburgs und zugleich der älteste Naturpark des Landes. Höchste Erhebung im Naturpark ist der Krugberg mit 129 Metern. Sein Wappentier ist eine Libelle, die Gemeine Keiljungfer.

Mittendurch fließt der Stobber. Er entspringt laut Wikipedia im Niedermoor Rotes Luch genau auf der Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee und fließt in zwei Richtungen ab. Das Naturschutzgebiet Stobbertal begleitet ihn auf rund 13 Kilometern.

Der Schermützelsee

Im Zentrum des Naturparks liegt der Schermützelsee, mit 137 Hektar der größte See der Märkischen Schweiz und bis zu 38 Meter tief. Ein etwa 7,5 Kilometer langer Rundweg führt um den See, teils als Panoramaweg hoch über dem Wasser. Am Nordwestufer erhebt sich die Bollersdorfer Höhe, die schon Theodor Fontane beschrieben hat.

Wandern

Laut Wikipedia umfasst das Wanderwegenetz 150 Kilometer. Besonders reizvoll ist der Poetenstieg, der in Buckow beginnt und durch Mischwälder und die Schlucht der Silberkehle führt. Der Europaradweg R1 durchquert den Naturpark.

Buckow

Hauptort des Naturparks ist der Kneippkurort Buckow. Seit die Ostbahn 1867 und die Buckower Kleinbahn 1897 Ausflügler aus Berlin brachten, ist der Ort ein Sommerziel. Das Brecht-Weigel-Haus war der Sommersitz von Bertolt Brecht und Helene Weigel. Im „Schweizer Haus“, dem Besucherzentrum des Naturparks, gibt es eine Ausstellung und Informationen für Besucher.

Was man noch machen kann

  • Kloster Friedland: Die Reste des Zisterzienserinnenklosters mit Klosterkirche gelten neben Chorin als bedeutendste mittelalterliche Klosterbauten der Region.
  • Fledermaus-Museum Julianenhof: Ausstellung, Führungen und Vorträge rund um Fledermäuse.
  • Buckower Kleinbahn: Im Sommer am Wochenende als Museumsbahn zwischen Müncheberg und Buckow unterwegs.

Praktische Hinweise

  • Rundweg: Für die rund 7,5 Kilometer um den Schermützelsee sind feste Schuhe sinnvoll; am Panoramaweg geht es auf und ab.
  • Kleinbahn: Fahrtage vorab prüfen – sie fährt nur saisonal.
  • Naturschutz: Im Stobbertal und an den Seeufern auf den Wegen bleiben.

Quellen

Märkische Schweiz: Naturpark rund um Buckow auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zur Märkischen Schweiz

Wo liegt die Märkische Schweiz?

Östlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Hauptort des Naturparks ist Buckow.

Wie lang ist der Rundweg um den Schermützelsee?

Etwa 7,5 Kilometer, teils als Panoramaweg hoch über dem See.

Wie tief ist der Schermützelsee?

Bis zu 38 Meter. Mit 137 Hektar ist er der größte See der Märkischen Schweiz.

Was ist der Poetenstieg?

Ein Wanderweg, der in Buckow beginnt und durch Mischwälder und die Schlucht der Silberkehle führt.

Wie kommt man ohne Auto in die Märkische Schweiz?

Mit der Ostbahn bis Müncheberg (Mark), im Sommer am Wochenende weiter mit der Buckower Kleinbahn nach Buckow.