Torturm des Ellinger Tors in Weißenburg in Bayern
Foto: Howwi, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Naturspot

Weißenburg in Bayern

Weißenburg in Bayern ist eine ehemalige Reichsstadt im Naturpark Altmühltal: mit fast vollständiger Stadtmauer und 38 Türmen, den Resten eines Römerkastells, der Festung Wülzburg über der Stadt und einem Bergwaldtheater in einem alten Steinbruch.

Was Weißenburg besonders macht

Weißenburg in Bayern ist eine Große Kreisstadt in Mittelfranken und Sitz des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen. Die Stadt liegt in der Region Altmühlfranken im Naturpark Altmühltal, südlich von Nürnberg, auf 422 Metern. Durch die Stadt fließt die Schwäbische Rezat. Laut Wikipedia leben hier gut 18.000 Menschen.

Die Römer in Weißenburg

Um 100 nach Christus legten die Römer hier ein Holz-Erde-Kastell an, Biriciana. Mitte des 2. Jahrhunderts wurde es durch ein Steinkastell von 3,1 Hektar ersetzt. Dazu gehörten eine zivile Siedlung und römische Thermen. Der Obergermanisch-Raetische Limes verlief nur wenige Kilometer entfernt. 1867 fanden Arbeiter beim Bahnbau ein Militärdiplom aus Bronze vom 30. Juni 107 für den Soldaten Mogetissa.

Die Wülzburg

Über der Stadt erhebt sich auf dem Wülzburger Berg die Wülzburg. Ursprünglich stand hier ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert. Von 1588 bis 1610 baute das Fürstentum Ansbach es zu einer Renaissancefestung um. Seit 1882 gehört sie der Stadt, 1968 wurde sie als national bedeutendes Denkmal eingestuft.

Altstadt mit 38 Türmen

Die Stadtmauer ist weitgehend erhalten, 38 Türme stehen noch. Von den drei Stadttoren ist das Ellinger Tor geblieben. Besonders sind der Scheibleinsturm als einziger Rundturm und der Fünfeckturm. Dazu kommen das gotische Alte Rathaus und die Stadtkirche St. Andreas, geweiht 1327. Die gesamte Altstadt steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Geschichte: von Uuizinburc zur Reichsstadt

Erstmals erwähnt wird Weißenburg am 14. Juni 867 als „Uuizinburc“. Ab dem 14. Jahrhundert war es freie Reichsstadt, bis 1802; 1806 kam die Stadt zu Bayern.

Natur: Stadtwald und Bergwaldtheater

Ludwig der Bayer schenkte der Stadt 1338 den Weißenburger Stadtwald, heute rund 2.540 Hektar groß. In einem ehemaligen Steinbruch liegt das Bergwaldtheater, eine Freilichtbühne von 1928, eröffnet 1929.

In der Nähe

Weißenburg liegt nahe dem Fränkischen Seenland. Wie du Weißenburg mit einem Ausflug an den Großen Brombachsee verbindest, besonders an Regentagen, steht in unserem Beitrag Brombachsee bei Regen.

Praktische Hinweise

  • Anreise: Weißenburg hat einen Bahnhof; die Altstadt erreichst du zu Fuß.
  • Kombinieren: Altstadt und Wülzburg an einem Tag.
  • Öffnungszeiten: Für Museen und Festung nicht verifiziert – vorab bei der Stadt prüfen.

Quellen

Weißenburg in Bayern auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zu Weißenburg in Bayern

Wo liegt Weißenburg in Bayern?

In Mittelfranken südlich von Nürnberg, im Naturpark Altmühltal; die Stadt ist Sitz des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Was gibt es in Weißenburg zu sehen?

Die Altstadt mit Stadtmauer und 38 Türmen, die Reste des Römerkastells Biriciana mit Thermen, die Festung Wülzburg und das Bergwaldtheater.

Was ist die Wülzburg?

Eine Renaissancefestung auf dem Berg über Weißenburg, 1588 bis 1610 aus einem Benediktinerkloster umgebaut.

Seit wann gibt es Weißenburg?

Erstmals erwähnt wird die Stadt 867; vom 14. Jahrhundert bis 1802 war sie freie Reichsstadt.