Schloss Biedenkopf mit Bergfried und Ringmauer auf dem Schlossberg
Foto: Hydro, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Aussichtspunkt

Biedenkopf: Schloss, Sackpfeife und Lahntal

Biedenkopf liegt am Oberlauf der Lahn im Hessischen Hinterland und ist staatlich anerkannter Luftkurort. Über der Altstadt thront das Landgrafenschloss, nördlich der Stadt erhebt sich die 673,5 Meter hohe Sackpfeife mit Aussichtsturm. Bekannt ist die Stadt außerdem für den Grenzgang, der nur alle sieben Jahre stattfindet.

Biedenkopf im Hessischen Hinterland

Biedenkopf ist eine Kleinstadt im Norden Mittelhessens, an der Grenze zu Westfalen und am Oberlauf der Lahn. Bis 1974 war sie Kreisstadt des Landkreises Biedenkopf und gilt laut Wikipedia als Hauptstadt des Hessischen Hinterlandes, dessen größte Stadt sie ist. Biedenkopf ist staatlich anerkannter Luftkurort und gehört zum Naturpark Lahn-Dill-Bergland.

Das Landgrafenschloss

Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Biedenkopf, auch Landgrafenschloss genannt. Es steht auf dem 386 Meter hohen Schlossberg, einem Bergkegel oberhalb des alten Ortskerns, der vollständig von der Stadt umgeben ist. Laut Wikipedia ist es die einzige als Steinbau unzerstörte Burg im Hessischen Hinterland: Der Bergfried ist auf der Stadtseite in die Ringmauer eingebunden, an der Ostseite stehen Palas und ein quadratischer Wohnturm. Reste der Stadtbefestigung schließen sich an.

Die Sackpfeife

Nördlich der Stadt erhebt sich die Sackpfeife, mit 673,5 Metern ein markanter Berg im Lützlergebirge, dem südöstlichen Teil des Rothaargebirges. Ihr Gipfel liegt auf der Grenze der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf. Der bewaldete Berg ist laut Wikipedia ein beliebtes Erholungsgebiet.

Kaiser-Wilhelm-II.-Turm

Auf dem Gipfel steht der 25 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-II.-Turm. Der Oberhessische Gebirgsverein baute ihn 1913 aus Grauwacke der Umgebung; Bauern aus den Dörfern ringsum transportierten die Steine mit Kuhgespannen. Der Turm ist dauerhaft geöffnet und bietet Aussicht unter anderem ins Rothaargebirge. Vom Parkplatz auf dem Berg sind es etwa ein Kilometer, von Hatzfeld etwa fünf Kilometer.

Woher der Name kommt

Für den ungewöhnlichen Namen gibt es zwei Erklärungen: Der Wind soll auf dem Berg pfeifen wie ein Dudelsack, volkstümlich Sackpfeife genannt. Eine Legende erzählt dagegen, der Nikolaus habe in der Nacht auf den 6. Dezember auf dem Gipfel Sackpfeife gespielt – zu hören in allen Orten ringsum.

Früher war die Sackpfeife ein Wintersportgebiet. Was davon heute noch übrig ist, steht in unserem Beitrag Wandern im Winter in Hessen.

Der Grenzgang

Alle sieben Jahre feiert Biedenkopf von Donnerstag bis Samstag in der dritten Augustwoche den Grenzgang. Das Volksfest mit Zehntausenden Besuchern geht auf die Grenzbegehung zurück, bei der mit den Nachbargemeinden die Grenzen der Gemarkung geklärt wurden. Laut Wikipedia ist der Grenzgang seit 1693 bezeugt und seit 1839 ein Volksfest. 2026 war wieder ein Grenzgangjahr.

Praktische Hinweise

  • Schloss: Ob und wann das Schloss innen besichtigt werden kann, ist nicht verifiziert – bitte vorab bei der Stadt nachfragen.
  • Sackpfeife: Der Weg vom Parkplatz zum Turm ist rund einen Kilometer lang. Feste Schuhe mitnehmen.
  • Kombinieren: Schloss und Altstadt am Vormittag, die Sackpfeife am Nachmittag.

Quellen

Biedenkopf: Schloss, Sackpfeife und Lahntal auf der Karte

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Häufige Fragen zu Biedenkopf

Wo liegt Biedenkopf?

Im Norden Mittelhessens am Oberlauf der Lahn, im Landkreis Marburg-Biedenkopf an der Grenze zu Westfalen.

Wie hoch ist die Sackpfeife?

673,5 Meter. Auf dem Gipfel steht der 25 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-II.-Turm.

Ist der Aussichtsturm auf der Sackpfeife geöffnet?

Laut Wikipedia ist der Kaiser-Wilhelm-II.-Turm dauerhaft geöffnet.

Was ist der Grenzgang in Biedenkopf?

Ein Volksfest, das alle sieben Jahre in der dritten Augustwoche stattfindet. Es geht auf die Begehung der Gemarkungsgrenzen zurück und ist seit 1693 bezeugt.

Ist Biedenkopf ein Luftkurort?

Ja, Biedenkopf ist staatlich anerkannter Luftkurort.