Was den Fichtelberg besonders macht
Der Fichtelberg ist mit 1.214,88 Metern der höchste Berg Sachsens. Er liegt bei Oberwiesenthal im Erzgebirge, rund 1,5 Kilometer nördlich der Grenze zu Tschechien. Der höchste Gipfel des gesamten Erzgebirges ist er allerdings nicht: Den Titel hat der benachbarte Keilberg (Klínovec) auf tschechischer Seite mit 1.243,7 Metern.
Seit 1962 ist der Fichtelberg Teil eines Landschaftsschutzgebiets, seit 2007 gibt es zudem ein Naturschutzgebiet.
Ein Berg, benannt nach dem Fichtenwald
Seinen Namen erhielt der Fichtelberg laut Wikipedia nach einem damals vorhandenen natürlichen Fichtenwald. Ursprünglich wuchsen Weißtanne, Rotbuche und Fichte bis in die Kammlagen zu jeweils etwa 30 Prozent. Kahlschläge und hohe Wildbestände verdrängten Tanne und Buche, und die Forstwirtschaft des 19. Jahrhunderts setzte auf reine Fichtenbestände. Die meisten Fichten, die heute am Berg wachsen, wurden seit den 1970er-Jahren gepflanzt; inzwischen werden wieder andere Baumarten dazugesetzt.
Fichtelberghaus und Wetterwarte
Auf dem Gipfel steht das Fichtelberghaus mit Aussichtsturm. Gleich daneben misst die Wetterwarte Fichtelberg seit dem 1. Januar 1916 das Wetter; seit 2009 ist sie eine Klimareferenzstation.
Anfahrt und Parken
Ausgangspunkt ist Oberwiesenthal. Stilvoll kommst du mit der Fichtelbergbahn an: Die Schmalspurbahn fährt seit 1897 auf gut 17 Kilometern von Cranzahl nach Oberwiesenthal. Von dort geht es mit der Fichtelberg-Schwebebahn nach oben – sie ist seit Dezember 1924 in Betrieb und damit die älteste Luftseilbahn Deutschlands. Natürlich kannst du auch hinaufwandern.
Von Oberwiesenthal auf den Fichtelberg
Oberwiesenthal liegt direkt am Fuß des Berges und ist mit 915 Metern laut Wikipedia die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Vom Ort bis zum Gipfel sind es also gerade noch rund 300 Höhenmeter: Die Schwebebahn führt über die Ostflanke auf 1.175 Metern Länge bis aufs Gipfelplateau und überwindet dabei 303 Höhenmeter. Außerdem führt ein Vierer-Sessellift nahe an den Gipfel heran.
Parken: Zu Parkplätzen und Gebühren liegen uns noch keine verlässlichen Angaben vor.
Attraktionen am Fichtelberg
Auf und am höchsten Berg Sachsens liegen die Ziele nah beieinander:
- Fichtelberg-Schwebebahn: die älteste Luftseilbahn Deutschlands, seit 1924 in Betrieb.
- Fichtelberghaus mit Aussichtsturm: 1999 in Anlehnung an das historische Haus neu eröffnet; der Turm ist 31 Meter hoch.
- Fernsicht: Der Blick reicht laut Wikipedia zum Keilberg und entlang des Erzgebirgskamms, an klaren Tagen bis ins Böhmische Mittelgebirge – an wenigen Tagen im Jahr sogar bis zum Großen Arber oder zum 220 Kilometer entfernten Brocken.
- Wetterwarte: Seit 1916 wird hier gemessen; die stärkste Böe erreichte am 3. Januar 1976 laut Wikipedia 216 km/h.
- Sommerrodelbahn: neben der Talstation des Sessellifts.
- Wintersport: Skipisten mit Schwebebahn, Sessel- und Schleppliften, eine Rennrodelbahn, die Fichtelbergschanzen und eine Langlauf- und Biathlonarena am Kleinen Fichtelberg.
Was man am Fichtelberg machen kann
Wandern
Über den Fichtelberg führen mehrere Fernwanderwege, darunter der 526 Kilometer lange Weg von Zittau nach Wernigerode. Für eine Tagestour reicht aber auch schon der Aufstieg von Oberwiesenthal zum Gipfel.
Wintersport
Der Fichtelberg ist ein bekanntes Wintersportgebiet und meist von Dezember bis März schneebedeckt. Die maximalen Schneehöhen sind in den vergangenen Jahren allerdings zurückgegangen.
Praktische Hinweise
- Wetter: Auf dem Gipfel ist es oft kühler und windiger als im Tal – eine Jacke gehört auch im Sommer ins Gepäck (redaktionelle Einschätzung).
- Schwebebahn: Fahrzeiten und Preise vorab beim Betreiber prüfen.
- Barrierefreiheit: Nicht verifiziert.
