Was ist das Erlabrunner Käppele?
Das Erlabrunner Käppele ist eine kleine Wallfahrtskapelle auf dem Volkenberg über Erlabrunn im Landkreis Würzburg. Sie ist „Maria Hilf“ geweiht und steht heute am Rand eines Schwarzkiefernwalds, der laut Landkreis Würzburg der größte zusammenhängende Schwarzkiefernwald Deutschlands ist. Mehr über den Wald und die Wege am Berg liest du auf unserer Seite zum Volkenberg bei Erlabrunn.
Geschichte der Kapelle
Schon 1773 gab es an dieser Stelle einen Vorgängerbau. Die heutige Kapelle ließ die Witwe Katharina Küffner aus Leinach 1875 errichten, unterstützt von Helfern aus den Nachbarorten. Am 24. September 1876 wurde sie geweiht. Auf dem Volkenberg stand im Mittelalter die Burg Falkenberg; von ihr ist heute nichts mehr zu sehen.
Ihren Namen verdankt die Kapelle einer 1,20 Meter hohen Marienfigur, die schon in Aufzeichnungen von 1875 als „Maria Hilf“ bezeichnet wird. Eine Sage erzählt von einem Einsiedler auf dem Volkenberg, der hier seinen Bruder wiederfand – daraus soll der Anlass für den Bau entstanden sein.
Das Bauwerk
Das Käppele ist ein schlichter, rechteckiger Bau aus dem 19. Jahrhundert mit Dachreiter und Zwiebelhaube. Drinnen haben nur wenige Menschen Platz. Das Glockenseil ist laut Würzburgwiki frei zugänglich – wer möchte, darf läuten.
Aussicht
Vom Käppele reicht der Blick über Erlabrunn und das Maintal bis Richtung Würzburg. Als die Kapelle gebaut wurde, stand sie auf freier Fläche; heute rahmen die dunklen Kronen der Schwarzkiefern den Ausblick.
Anfahrt
Erlabrunn erreichst du über die Staatsstraße 2300, die den Ort mit Margetshöchheim im Süden und Zellingen im Norden verbindet. Das Käppele liegt oberhalb des Ortes am Hang des Volkenbergs. Über die Staustufe Erlabrunn können Fußgänger den Main queren.
Praktische Hinweise
- Bergfest: An Christi Himmelfahrt findet in der Nähe das Erlabrunner Bergfest statt.
- Rundweg: Die „Leinach/Erlabrunn – Volkenberg-Runde“ des Landkreises Würzburg führt am Käppele vorbei.
- Parken: Konkrete Parkplätze sind nicht verifiziert – bitte vor dem Besuch prüfen.
