Was das Wurzacher Ried besonders macht
Das Wurzacher Ried liegt nördlich der Stadt Bad Wurzach im Landkreis Ravensburg, rund 13 Kilometer nordwestlich von Leutkirch (Luftlinie). Das Naturschutzgebiet ist rund 18 Quadratkilometer groß. Sein Kern ist das größte zusammenhängende, noch intakte Hochmoor Mitteleuropas; 1989 erhielt es erstmals das Europadiplom.
Entstanden nach der Eiszeit
Als sich die Gletscher der letzten Eiszeit zurückzogen, blieb ein Seebecken zurück. Ab etwa 10.000 vor Christus begann hier das Moor zu wachsen.
Vom Torfabbau zum Schutzgebiet
Maschinell wurde Torf vor allem zwischen 1920 und 1962 gestochen; endgültig endete der Abbau 1995. Heute steht das Moor unter Schutz und darf sich wieder erholen.
Pflanzen und Tiere
Im Hochmoor wachsen Wollgras, Sumpfrosmarin und Torfmoose. In den Niedermoorbereichen kommen Orchideen vor, dazu Brutvögel wie Kiebitz, Wachtelkönig und Bekassine.
Anfahrt und Parken
Das Ried liegt nördlich von Bad Wurzach. Ein guter Ausgangspunkt ist das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried am Rosengarten 1.
Parken: Zu Parkplätzen liegen uns noch keine verlässlichen Angaben vor.
Was man im Wurzacher Ried machen kann
Torflehrpfad
Ein anderthalb Kilometer langer Torflehrpfad erklärt an elf Stationen die Geschichte des Torfabbaus.
Torfbähnle
An bestimmten Wochenenden fährt das historische Torfbähnle durch das Ried. Die Termine erfährst du vor Ort bzw. beim Naturschutzzentrum.
In der Nähe
Im Süden, zwischen Isny und dem bayerischen Allgäu, liegt die Adelegg mit dem Schwarzen Grat; weiter südlich der Eistobel.
Praktische Hinweise
- Wege nicht verlassen: Moorböden sind empfindlich und können gefährlich sein.
- Mücken: Im Sommer an Mückenschutz denken.
- Barrierefreiheit: Nicht verifiziert.
