Blick vom Aussichtsturm des Hirschensteins über die Bergrücken des Vorderen Bayerischen Waldes
Foto: Rosa-Maria Rinkl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Aussichtspunkt

Hirschenstein im Bayerischen Wald

Der Hirschenstein ist mit 1.095 Metern der höchste Gipfel im Vorderen Bayerischen Wald. Auf dem Gneisgipfel steht ein steinerner Aussichtsturm von 1921 – an klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Alpen.

Was den Hirschenstein besonders macht

Der Hirschenstein ist mit 1.095 Metern der höchste Berg in seiner Umgebung im Vorderen Bayerischen Wald; ältere Messungen nennen 1.089 Meter. Der Gipfel liegt auf der Grenze zwischen Achslach im Landkreis Regen und den Gemeinden Schwarzach und Sankt Englmar im Landkreis Straubing-Bogen.

Der Vordere Bayerische Wald ist der Gebirgszug zwischen Donau und dem Grenzkamm – mehr dazu auf unserer Seite zum Vorderen Bayerischen Wald.

Der Aussichtsturm

Auf dem Gipfel steht ein sieben Meter hoher Turm aus Stein. Die Münchner Sektion des Bayerischen Wald-Vereins hat ihn 1921 gebaut. 1971 wurde er erstmals renoviert, 1995 bekam er eine neue Wendeltreppe. Der eigentlich höchste Punkt des Gipfels ist allerdings nicht der Turm, sondern ein Felsen daneben.

Die Aussicht

Vom Hirschenstein reicht der Blick nach Osten bis zum Großen Arber und zum Dreisessel, nach Süden über die Donauebene bis Deggendorf und Straubing und nach Westen bis zum Gallner. An rund zwanzig Tagen im Jahr sind laut Wikipedia sogar die Alpen zu sehen – vom Dachstein bis zur Zugspitze. Gute Chancen auf Fernsicht hast du bei Föhn und klarer Herbst- oder Winterluft.

Gneisfelsen und geschützte Natur

Der Gipfel besteht aus Gneis. Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt die Gipfelfelsen als geschütztes Geotop. Der Gipfel und große Teile der Hänge gehören zum FFH-Gebiet „Deggendorfer Vorwald“, einem Schutzgebiet des europäischen Netzes Natura 2000. Bleib deshalb auf den Wegen und klettere nicht auf den Felsen herum.

Wanderung auf den Hirschenstein

Der klassische Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Kirche in Rettenbach auf rund 720 Metern. Laut Wanderportalen ist die Runde über den Gipfel je nach Variante rund 8,5 Kilometer lang, mit gut 390 Höhenmetern; für den Aufstieg ab Rettenbach rechnen sie mit rund einer Stunde und 15 Minuten. Weitere Ausgangspunkte sind der Grandsberg und die Passhöhe Kalteck.

Ein wichtiger Wegknoten ist der Schuhfleck: Hier treffen laut Wikipedia zehn Wanderwege zusammen, vier davon führen auf den Gipfel. Am Schuhfleck steht auch eine Schutzhütte.

Der Hirschenstein im Winter

Auch im Schnee ist der Hirschenstein ein beliebtes Ziel. Eine gut 8,5 Kilometer lange Schneeschuhrunde ab Rettenbach stellen wir in unserem Beitrag zum Schneeschuhwandern im Bayerischen Wald vor. Bei Schnee und Eis sind die Felsen am Gipfel glatt – Spikes oder Grödel helfen.

Für wen sich der Hirschenstein eignet

  • Familien mit Kondition: Die Runde ab Rettenbach ist eine solide Halbtagestour; der Turm ist ein lohnendes Ziel für Kinder.
  • Fotografen: Fernsicht bis zum Arber und an klaren Tagen bis zu den Alpen.
  • Kinderwagen: nicht geeignet – die Wege zum Gipfel sind Wanderpfade.

Praktische Hinweise

  • Höhe: 1.095 Meter, Turm 7 Meter.
  • Start: Rettenbach (Kirche), Grandsberg oder Kalteck.
  • Schutzgebiet: FFH-Gebiet Deggendorfer Vorwald, Gipfelfelsen als Geotop geschützt.

Quellen

Hirschenstein im Bayerischen Wald auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zum Hirschenstein

Wie hoch ist der Hirschenstein?

1.095 Meter. Ältere Messungen nennen 1.089 Meter.

Wo startet die Wanderung auf den Hirschenstein?

Meist am Wanderparkplatz an der Kirche in Rettenbach. Weitere Ausgangspunkte sind der Grandsberg und die Passhöhe Kalteck.

Wie hoch ist der Aussichtsturm auf dem Hirschenstein?

Sieben Meter. Der Steinturm wurde 1921 vom Bayerischen Wald-Verein gebaut.

Sieht man vom Hirschenstein die Alpen?

An rund zwanzig Tagen im Jahr, laut Wikipedia vom Dachstein bis zur Zugspitze.