Was Prackenbach besonders macht
Prackenbach liegt im Landkreis Regen in Niederbayern, rund 22 Kilometer südöstlich von Cham und 28 Kilometer nordwestlich von Regen. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Bayerischer Wald und ist ein familienfreundlicher Erholungsort. Auf gut 40 Quadratkilometern verteilen sich 65 Ortsteile mit zusammen rund 2.800 Einwohnern (Stand Ende 2025, laut Wikipedia); der Hauptort liegt auf 495 Metern.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1280 als Adelssitz, Gemeinde ist es seit 1818. 1978 kamen Moosbach und Ruhmannsdorf dazu. Mitten im Ort steht die katholische Pfarrkirche St. Georg.
Sehenswürdigkeiten
Moosbacher Pfahl und Großer Pfahl
Durch die Gegend zieht der Pfahl: ein rund 150 Kilometer langer Quarzgang, der sich laut Wikipedia von Schwarzenfeld in der Oberpfalz über Cham, Viechtach und Regen bis ins österreichische Mühlviertel erstreckt. Entstanden ist er vor etwa 275 Millionen Jahren, als heiße Lösungen in einer Bruchzone Quarz abschieden – bis zu 98 Prozent reines Siliziumdioxid. Weil der harte Quarz der Verwitterung besser widersteht als das Gestein ringsum, ragt er vielerorts als 10 bis 40 Meter hohe, helle Felsmauer aus dem Wald.
Bei Moosbach steht der Pfahl als Naturschutzgebiet unter Schutz; laut ArberLand gehören dort ein Kalvarienberg und eine Kreuzigungsgruppe dazu. Der benachbarte Große Pfahl bei Viechtach mit rund 30 Meter hohen Felsen zählt seit 2002 zu „Bayerns 100 schönsten Geotopen“; dort wurde bis 1993 Quarz abgebaut. Ganz in der Nähe gibt es ein Freibad.
Keltenstein und Igleinsberg
Der Keltenstein gilt laut Tourismusverband als rund 2.000 Jahre alte Kultstätte von Kelten und Germanen. Am Igleinsberg, einem Aussichtspunkt mit Kapelle, liegt ein Schalenstein. Weitere Ziele für kurze Wanderungen sind die Distelbergkapelle auf dem Distelberg und die Kesselbodenkapelle auf der Zeller Höhe, die laut Wikipedia 850 Meter erreicht.
Höllensteinsee
Am Höllensteinsee kannst du laut ArberLand Boot fahren und angeln; im Regen, dem Fluss durch die Gemeinde, ist ebenfalls Angeln möglich. Der See liegt laut Wikipedia schon auf dem Gebiet von Viechtach und ist kein natürlicher See: Er staut seit 1926 den Schwarzen Regen auf 5,6 Kilometern Länge für das Kraftwerk Höllenstein, das damals die Stadt Straubing mit Strom versorgte. Die Wasserfläche misst 54,3 Hektar. An der Mündung des Höllensteinbachs kommen unter anderem Arnika, Feuersalamander und Eisvogel vor.
Wandern auf 100 Kilometern Wegen
Rund 100 Kilometer markierte Wege durchziehen das Gemeindegebiet. Rundwege führen laut Gemeinde unter anderem nach Schwaben, zum Höllensteinsee, auf die Zeller Höhe, zum Großen Pfahl und zur Kesselbodenkapelle. Dazu kommt ein Kneippbecken für die Pause.
Winterwanderwege
Im Winter räumt die Gemeinde eigene Winterwanderwege. Laut Tourismusverband ArberLand hat die Gesamtstrecke der Gemeinde 12 Kilometer und ist mittelschwer – sie steht neben den Wegen in 20 weiteren Orten in unserer Übersicht Winterwanderwege im Bayerischen Wald. Auf einem Natureisweiher wird Eisstock geschossen, Skifahrer finden in der Nähe das Pröller Skidreieck bei Sankt Englmar.
Radfahren auf alten Bahntrassen
Zwei Radwege führen auf ehemaligen Bahnstrecken durch die Gegend: der Regental-Radweg und der Donau-Regen-Radweg. Weil Bahntrassen nur sanft ansteigen, eignen sie sich auch für Familien (redaktionelle Einschätzung).
Ausflugsziele in der Nähe
Die Gemeinde liegt zwischen dem Regental und den höchsten Bergen des Bayerischen Waldes. Rund um den Großen Arber wird es alpiner, am Ecker Sattel wartet der Skywalk bei Arnbruck mit Blick ins Zellertal. Mehr über das Schutzgebiet steht auf unserer Seite zum Naturpark Bayerischer Wald.
Praktische Hinweise
- Tourist-Information: Schulweg 10, 94267 Prackenbach, Telefon 09942 94450 (laut ArberLand).
- Familien: Laut ArberLand gibt es eine Sommerrodelbahn und Bauernhöfe mit Streicheltieren.
- Barrierefreiheit: Nicht verifiziert.
