Was die Schlichemklamm besonders macht
Die Schlichem ist ein rund 34 Kilometer langer Nebenfluss des Neckars. Weil das Neckartal deutlich tiefer liegt, hat sie sich kurz vor der Mündung bei Epfendorf eine canyonartige Klamm in den Muschelkalk gegraben. Laut Schwarzwald Tourismus stürzt das Wasser hier über zahlreiche Kaskaden, Katarakte und Gumpen – besonders eindrucksvoll bei Hochwasser.
Größtes Naturschutzgebiet im Kreis Rottweil
Das Natur- und Vogelschutzgebiet Schlichemtal ist rund 218 Hektar groß und steht seit 1993 unter Schutz. Es reicht von der Autobahn 81 im Osten bis zur Mündung in den Neckar im Westen; der größte Teil liegt auf der Gemarkung Epfendorf, ein kleiner Teil auf der von Dietingen. Die Schlichem fließt hier weitgehend naturnah in vielen Mäandern, gesäumt von Feuchtwiesen, Auwald und steilen Felswänden.
Eisvogel und Wasseramsel
Mit etwas Glück siehst du Eisvogel oder Wasseramsel. Im zeitigen Frühling blühen laut NRWZ Schneeglöckchen und Winterlinge im Wald.
Burgruine und Mühle
Oberhalb der Klamm liegt die Ruine der Herzogsburg Irslingen aus dem 12. Jahrhundert. Im Tal steht die Ramsteiner Mühle, darüber das Hofgut Ramstein aus dem 13. Jahrhundert.
Anfahrt und Parken
Die Klamm liegt zwischen Epfendorf und Dietingen-Böhringen, rund 7 Kilometer südöstlich von Oberndorf und 8 Kilometer nördlich von Rottweil (Luftlinie).
Parken: Laut Schwarzwald Tourismus und NRWZ am Parkplatz am Buschhofweg bei den Sportplätzen in Epfendorf – dort beginnt auch die Paradiestour Schlichemklamm.
Was man hier machen kann
Durch die Klamm führt ein schmaler, wurzeliger Pfad dicht am Wasser. Er ist Teil der knapp zehn Kilometer langen Paradiestour Schlichemklamm, einer Runde von Epfendorf über die Burgruine Irslingen und die Ramsteiner Mühle zurück. Flache Felsplatten am Wasser eignen sich laut NRWZ für ein Picknick.
Praktische Hinweise
- Schuhe: Feste Schuhe mit gutem Profil sind Pflicht – Pfade und Felsen sind oft nass und rutschig.
- Kinderwagen: Der Weg durch die Klamm ist laut NRWZ nicht kinderwagentauglich; für ältere Kinder ist er machbar.
- Naturschutz: Auf den Wegen bleiben und die Brutplätze am Wasser nicht stören.
- Hochwasser: Bei sehr hohem Wasserstand kann der Weg gefährlich oder gesperrt sein (nicht verifiziert).
