Luftbild des Weinfelder Maars bei Daun, umgeben von Feldern und Wald
Foto: Wolkenkratzer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Aussichtspunkt

Vulkaneifel: Maare, Vulkane und Aussichtstürme

In der Vulkaneifel liegen über 50 Maare – Krater, die bei Wasserdampfexplosionen entstanden sind. Acht davon sind heute mit Wasser gefüllt, darunter das Pulvermaar, mit 72 Metern das tiefste natürliche Gewässer Deutschlands außerhalb des Alpenraums, und das Weinfelder Maar mit seiner einsamen Kapelle. Vulkanisch aktiv ist die Region bis heute.

Was die Vulkaneifel besonders macht

Die Vulkaneifel ist eine Region der Eifel in Rheinland-Pfalz. Laut Wikipedia erstreckt sie sich über etwa 2.000 Quadratkilometer vom Rhein bis zur Wittlicher Senke. Prägend sind die Spuren des Vulkanismus: Maare, Vulkankegel, Lavaströme und Calderen wie die des Laacher Sees. Große Teile liegen im Naturpark Vulkaneifel. Die Region ist nicht deckungsgleich mit dem gleichnamigen Landkreis, der bis Ende 2006 Landkreis Daun hieß.

Abgeschlossen ist der Vulkanismus nicht: Die Vulkaneifel ist laut Wikipedia bis heute vulkanisch aktiv. Ein Zeichen dafür sind vulkanische Gase, die an einigen Stellen aus dem Boden austreten.

Die Maare

Maare sind Krater, die bei einer Wasserdampfexplosion entstanden sind – wenn aufsteigendes Magma auf Grundwasser trifft. Ein flacher Wall aus ausgeworfenem Gestein umgibt sie. In der Westeifel gibt es laut Wikipedia über 50 Maare, acht davon sind heute mit Wasser gefüllt. Die jüngsten sind nur wenig älter als 11.000 Jahre.

Eifelmaare als Klimaarchiv

Die typischen Eifelmaare – Beispiele sind laut Wikipedia das Weinfelder Maar, die Schalkenmehrener Maare und das Pulvermaar – liegen vor allem in den äußeren Bereichen des Vulkanfelds der Westeifel. Für die Forschung sind sie mehr als eine besondere Landschaftsform: Am Grund lagerten sich Sedimente ab, in denen Aschen anderer Vulkanausbrüche und Reste von Pflanzen und Tieren erhalten sind. Daraus lässt sich ablesen, wie sich Klima und Landschaft verändert haben. Zu den jüngsten Ausbrüchen zählen das Pulvermaar und das Ulmener Maar, das vor etwa 11.000 Jahren entstand.

Pulvermaar

Das Pulvermaar südöstlich von Daun ist ein fast kreisrunder See von etwa 38,5 Hektar. Mit 72 Metern ist es laut Wikipedia das tiefste natürliche Binnengewässer Deutschlands außerhalb des Alpenraums. Entstanden ist es vor rund 20.000 Jahren und gehört zu den Gillenfelder Maaren.

Weinfelder Maar (Totenmaar)

Rund zwei Kilometer südöstlich von Daun liegt das Weinfelder Maar auf 483,5 Metern. Der See entstand vor rund 30.000 Jahren, ist etwa 525 Meter lang, 375 Meter breit und 51 Meter tief. Seinen zweiten Namen „Totenmaar“ hat er vom Friedhof mit einer kleinen, teils aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kapelle am Ufer – der ehemaligen Pfarrkirche des Dorfes Weinfeld, das im 16. Jahrhundert nach der Pest aufgegeben wurde. Die Kapelle und der Friedhof werden bis heute von der Gemeinde Schalkenmehren genutzt.

Vulkanberge und Aussichtspunkte

Zu den Vulkanbergen der Westeifel gehören laut Wikipedia unter anderem der Ernstberg, der Nerother Kopf mit der Burgruine Freudenkoppe und die Dietzenley mit einer hölzernen Aussichtswarte. Auf der Steineberger Ley steht die Aussichtsplattform „Vulcano“. Von oben siehst du, wie die Kuppen und Kraterränder die Landschaft gliedern.

Ausflugsziele in der Vulkaneifel

Neben Maaren und Aussichtsbergen nennt Wikipedia eine Reihe von Zielen, die den Vulkanismus erklären oder sichtbar machen:

  • Museen in der Westeifel: das Vulkanmuseum Daun, das Vulkanhaus in Strohn und das Maarmuseum Manderscheid, das sich ganz den Maaren widmet.
  • Geologische Wanderwege: der Geopfad Hillesheim, die Vulkanroute als Teil der Geo-Route Manderscheid und der Vulkanerlebnispfad bei Strohn im UNESCO Global Geopark Vulkaneifel.
  • Wallender Born: In Wallenborn sprudelt ein Kleingeysir – eines der Zeichen, dass die Vulkaneifel bis heute aktiv ist.
  • Laacher See: Der See in der Osteifel ist kein Maar, sondern eine Caldera, also ein eingebrochener Krater; auch hier treten vulkanische Gase aus.
  • Geysir Andernach: laut Wikipedia der höchste Kaltwassergeysir der Welt, Teil des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz.
  • Deutsches Vulkanmuseum Mendig – Lava-Dome: seit 2005 Teil des Vulkanparks.
  • Deutsche Vulkanstraße: Sie verbindet 39 geologische, kulturhistorische und industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten der Vulkaneifel.

Mit dem Rad durch die Vulkaneifel

Für gemütliche Touren nennt Wikipedia den Maare-Mosel-Radweg, die Vulkan-Rad-Route Eifel, den Kosmosradweg, die Mineralquellen-Route und den Eifel-Ardennen-Radweg. Für Mountainbiker gibt es zusätzlich ein großes Streckennetz.

Praktische Hinweise

  • Baden: Ob und wo in den einzelnen Maaren gebadet werden darf, ist unterschiedlich geregelt – vor Ort auf die Beschilderung achten.
  • Naturschutz: Die Uferzonen der Maare sind empfindlich. Bleib auf den Wegen.
  • Parken: An den bekannten Maaren gibt es Parkplätze; Lage und Gebühren haben wir nicht verifiziert.

Quellen

Vulkaneifel: Maare, Vulkane und Aussichtstürme auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zur Vulkaneifel

Was ist ein Maar?

Ein Krater, der bei einer Wasserdampfexplosion entstanden ist, umgeben von einem flachen Wall aus ausgeworfenem Gestein. Viele Maare sind mit Wasser gefüllt.

Wie viele Maare gibt es in der Vulkaneifel?

Laut Wikipedia über 50 in der Westeifel, acht davon sind heute mit Wasser gefüllt.

Welches Maar ist das tiefste?

Das Pulvermaar mit 72 Metern – das tiefste natürliche Binnengewässer Deutschlands außerhalb des Alpenraums.

Warum heißt das Weinfelder Maar Totenmaar?

Wegen des Friedhofs mit der kleinen Kapelle am Ufer. Sie ist die ehemalige Pfarrkirche des Dorfes Weinfeld, das im 16. Jahrhundert nach der Pest aufgegeben wurde.

Ist die Vulkaneifel noch aktiv?

Ja. Laut Wikipedia treten bis heute vulkanische Gase aus dem Boden aus.

Welche Vulkanseen gibt es in der Eifel?

Vor allem die Maarseen der Westeifel: Von den über 50 Maaren sind laut Wikipedia acht mit Wasser gefüllt, darunter das Pulvermaar und das Weinfelder Maar bei Daun. Dazu kommt der Laacher See in der Osteifel – er ist kein Maar, sondern eine Caldera, und noch heute steigen dort vulkanische Gase auf.