Luftbild von Astheim an der Mainschleife im Herbst
Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wanderroute · leicht

Quittenlehrpfad Astheim an der Mainschleife

Der Quittenlehrpfad in Astheim bei Volkach ist der erste Lehrpfad Deutschlands rund um die Quitte. Auf rund 3,5 Kilometern führt er durch Obstparzellen mit den ältesten angebauten Quitten Deutschlands, deren Ursprünge bis zu den Kartäusermönchen zurückreichen. Am schönsten ist er im Mai zur Blüte und im Oktober, wenn die Früchte goldgelb leuchten.

Die Route im Überblick

Der Quittenlehrpfad ist ein Rundweg bei Astheim, einem Ortsteil von Volkach an der Mainschleife. Laut dem Quittenladen in Astheim und dem Fränkischen Quittenprojekt MUSTEA ist er rund 3,5 Kilometer lang; Wikipedia nennt vier Kilometer. Unterwegs erklären Thementafeln alles rund um die Quitte – laut Wikipedia und Quittenladen sind es zwölf, laut MUSTEA 13. Der Weg ist leicht und für Familien geeignet.

Für die reine Gehzeit reicht rund eine Stunde; mit Lesen der Tafeln wird es länger (redaktionelle Schätzung).

Die ältesten Quitten Deutschlands

In Astheim stehen laut Wikipedia die ältesten angebauten Quittenkulturen Deutschlands, datiert auf das 18. Jahrhundert. Vermutlich stammen sie aus der Baumschule der Kartäusermönche von Vauvert in Paris; über den Austausch innerhalb des Ordens kamen die Pflanzen nach Franken. Die Kartause Astheim liegt direkt im Ort.

Als der Weinbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückging, wurden die sogenannten Rangenstreifen – schmale Obstbauparzellen am Nordhang des Vogelsbergs bei Astheim – mit Quitten bepflanzt. Mit dem Aufschwung des Weinbaus nach 1950 geriet der Quittenanbau in Vergessenheit. Der Quittenladen spricht von etwa 100 Jahre alten Bäumen.

Was du unterwegs lernst

Die Tafeln behandeln laut MUSTEA Geschichte, Botanik und Sortenvielfalt der Quitte, ihre Mythologie und Symbolik, die Heilkunde und die Verarbeitung der Früchte. Laut Wikipedia geht es auch um die regionale Sorte Astheimer Perlquitte. Seltene Sorten werden neu gepflanzt.

Entstehung

Konzipiert wurde der Lehrpfad zwischen 2003 und 2006, eingeweiht 2007. Er gehört zum Fränkischen Quittenprojekt, das die Sortenvielfalt durch Rekultivierung und Unterschutzstellung bewahren will.

Beste Zeit

Laut Quittenladen lohnt sich der Weg vor allem im Mai, wenn die Quitten blühen, und im Oktober, wenn die Früchte reifen und duften.

Führungen

MUSTEA bietet von April bis November Gruppenführungen an, rund zwei Stunden mit Weinprobe. Auch der Weinerlebnisführer Leo Wagenhäuser führt Gruppen über den Pfad und durch die Astheimer Weinberge (laut Quittenladen).

In der Nähe

Ebenfalls an der Mainschleife liegt der Panoramaweg Volkach – Vogelsburg.

Praktische Hinweise

  • Start: Wikipedia nennt den Ortsfriedhof nördlich der Staatsstraße 2260, der Quittenladen einen Start rund 50 Meter hinter dem Laden (Am Kloster 24).
  • Parken: Nicht verifiziert – bitte vor dem Besuch prüfen.
  • Obstparzellen: Die Bäume stehen auf bewirtschafteten Flächen. Früchte bitte hängen lassen.

Quellen

Quittenlehrpfad Astheim an der Mainschleife auf der Karte

Wanderroute

Häufige Fragen zum Quittenlehrpfad Astheim

Wie lang ist der Quittenlehrpfad in Astheim?

Rund 3,5 Kilometer laut Quittenladen und MUSTEA; Wikipedia nennt vier Kilometer.

Wann ist die beste Zeit für den Quittenlehrpfad?

Im Mai zur Quittenblüte und im Oktober, wenn die Früchte reifen.

Wo startet der Quittenlehrpfad?

In Astheim bei Volkach – laut Wikipedia am Ortsfriedhof nördlich der Staatsstraße 2260, laut Quittenladen rund 50 Meter hinter dem Laden (Am Kloster 24).

Wie alt sind die Quitten in Astheim?

Die Kulturen gehen auf das 18. Jahrhundert zurück; sie gelten als die ältesten angebauten Quittenkulturen Deutschlands.

Gibt es Führungen auf dem Quittenlehrpfad?

Ja, MUSTEA bietet von April bis November Gruppenführungen mit Weinprobe an.