Was den Kreuzberg besonders macht
Der Kreuzberg liegt in der bayerischen Rhön bei Bischofsheim im Landkreis Rhön-Grabfeld. Mit 927,8 Metern ist er laut Wikipedia nach der Wasserkuppe und der Dammersfeldkuppe der dritthöchste Berg der Rhön. Bekannt ist er aber weniger wegen seiner Höhe als wegen seiner Geschichte: Als „Heiliger Berg der Franken“ ist er seit Jahrhunderten Ziel von Wallfahrten, und unterhalb des Gipfels steht ein Franziskanerkloster, das sein eigenes Bier braut.
Mit 500.000 bis 600.000 Besuchern im Jahr ist der Kreuzberg laut Rhön-Tourismus das meistbesuchte Ausflugsziel der bayerischen Rhön. Viele kommen wegen der Aussicht, viele wegen des Klosterbiers – und die meisten verbinden beides.
Kloster Kreuzberg
Laut Wikipedia wurde das Kloster 1644 von Franziskanern gegründet. Die heutigen Gebäude entstanden laut Rhön-Tourismus zwischen 1681 und 1692, auf rund 864 Metern am Westhang des Berges. Eine Legende erzählt, die Steine für den Bau seien ursprünglich an einem anderen Ort abgeladen worden und über Nacht immer wieder auf dem Kreuzberg aufgetaucht – deshalb habe man das Kloster schließlich hier oben gebaut.
Zur Anlage gehören die Klosterkirche, Gästezimmer, der Berggasthof Elisäus, ein Klosterladen, ein Spielplatz und das Bruder-Franz-Haus mit Ausstellung und Tourist-Information. Gottesdienste in der Klosterkirche gibt es laut Rhön-Tourismus werktags um 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 9 und 11 Uhr.
Die Klosterbrauerei
Seit 1731 braut das Kloster sein eigenes Bier. Es ist laut Wikipedia die einzige vom Franziskanerorden betriebene Brauerei in Deutschland. Laut Rhön-Tourismus gibt es das Kreuzbergbier unter anderem als dunkles Vollbier, Pils, Weizen und als Weihnachtsbock. Ausgeschenkt wird es in der Klosterschänke, in den angeschlossenen Sälen und im Biergarten; dazu kommt fränkische Küche wie Braten, Klöße und Blaukraut. Die Klosterschänke hat laut Betreiber täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet – Zeiten können sich ändern, vor dem Besuch lieber prüfen.
Kreuzbergbier kaufen und mitnehmen
Das Bier gibt es nicht nur zum Trinken vor Ort. Laut Kloster Kreuzberg kaufst du es in der Brauerei, im Klosterladen oder an der Schänke; der Brauereiverkauf hat montags bis freitags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Im Klosterladen bekommst du wiederbefüllbare Siphonflaschen und 10-Liter-Fässer mit Anstich- und Zapfgarnitur, außerdem Spezialitäten wie Biergelee. Die Biere sind unfiltriert und werden laut Kloster erst nach Bestellung abgefüllt. Von rund 8.500 Hektolitern im Jahr wird etwa ein Drittel in der Klosterschänke ausgeschenkt, der Rest geht vor allem in Fässern von 10 bis 50 Litern über den Verkauf.
Die drei Kreuze und der Kreuzweg
Weithin bekannt sind die Kreuze auf dem Gipfel. Die sogenannte Golgota-Gruppe mit drei großen Kreuzen ließ laut Wikipedia Fürstbischof Julius Echter 1582 errichten. Sie bildet die zwölfte Station eines Kreuzwegs, der vom Kloster hinauf zum Gipfel führt. Daneben steht ein großes hölzernes Gipfelkreuz, das 2014 durch ein neues aus Lärchenholz ersetzt wurde.
Vom Kloster ist es nur ein kurzer, aber steiler Aufstieg bis zu den Kreuzen. Oben öffnet sich der Blick über die Hochrhön und weit nach Franken. Auf dem Gipfelplateau steht außerdem der Sender Kreuzberg, dessen Mast seit 2016 laut Wikipedia 227 Meter hoch ist.
Wallfahrt
Laut Wikipedia kommen jedes Jahr 70 bis 80 Wallfahrten auf den Kreuzberg. Die größte findet vom 20. bis 24. August statt. An diesen Tagen ist entsprechend viel los – wer die Ruhe sucht, kommt besser an einem anderen Wochenende.
Der Kreuzberg im Winter
Im Winter wird der Kreuzberg zum Wintersportberg. Laut Rhön-Tourismus laufen vier Skilifte – Blicklift, Dreitannenlift, Rothanglift und Fischzuchtlift –, laut Wikipedia ist der Berg außerdem an ein rund 70 Kilometer langes Loipennetz angeschlossen. Auch die Kreuzbergschanze steht hier.
Für Winterwanderer gibt es laut Outdooractive die „Winterwanderung auf den Kreuzberg“ mit 10,4 Kilometern, rund drei Stunden und 305 Höhenmetern. Der Winterwanderweg zum Neustädter Haus bei Bischofsheim-Haselbach führt über die drei Kreuze und am Kloster vorbei (9,9 Kilometer, 436 Höhenmeter). Weitere Touren findest du in unserem Beitrag zu den Winterwanderwegen in der Rhön.
Anfahrt und Parken
Das Kloster liegt an der Adresse Kreuzberg 2, 97653 Bischofsheim in der Rhön. Laut Rhön-Tourismus erreichst du es über Bischofsheim oder Wildflecken, braune Hinweisschilder führen hinauf. Unterhalb des Klosters gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Wie oft Busse fahren, haben wir nicht verifiziert – vor allem im Winter vorab prüfen.
In der Nähe
Rund 15 Kilometer Luftlinie nördlich liegt die Wasserkuppe, der höchste Berg der Rhön. Ebenfalls in der bayerischen Rhön liegen das Schwarze Moor bei Fladungen und die Schwarzen Berge mit der Kissinger Hütte.
Praktische Hinweise
- Aufstieg zu den Kreuzen: kurz, aber steil – bei Schnee und Eis sind feste Schuhe und Grödel sinnvoll.
- Andrang: An Wallfahrtstagen und schönen Wochenenden ist der Berg sehr gut besucht (laut Rhön-Tourismus das meistbesuchte Ziel der bayerischen Rhön).
- Bargeld: Ob überall Kartenzahlung möglich ist, haben wir nicht verifiziert.
- Rücksicht: Kloster und Kirche sind Orte des Gebets – während der Gottesdienste bitte ruhig bleiben.
