Was den Nationalpark besonders macht
Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald liegt im Westen des Hunsrücks und reicht über zwei Bundesländer: Rheinland-Pfalz und das Saarland. Er ist laut Wikipedia der sechzehnte Nationalpark Deutschlands; offiziell eröffnet wurde er am Pfingstwochenende 2015. Er umfasst 10.120 Hektar in den Höhenlagen von Idarwald und Schwarzwälder Hochwald, rund 986 Hektar davon im Saarland.
Wald, der wieder Wildnis werden darf
Auf drei Vierteln der Fläche soll sich die Natur laut Nationalparkgesetz selbst überlassen bleiben. Ein Teil ist schon heute Wildnis, der Rest soll es innerhalb von 30 Jahren werden. Drumherum liegt eine Pflegezone, in der auch Streuobst- und Magerwiesen erhalten bleiben.
Die Höhenrücken sind fast vollständig bewaldet. In den großen, ruhigen Buchenwäldern leben laut Wikipedia Arten mit großem Platzbedarf wie die Wildkatze und das Rotwild, dazu Schwarzspecht, Raufußkauz und Bechsteinfledermaus. Der Hochwald liegt zwischen 400 und 700 Metern; es ist hier kühl und regnerisch, mit im Schnitt rund 8 Grad und über 800 Millimetern Niederschlag im Jahr. Neben den Buchenwäldern nennt Wikipedia auch die Fichtenforste aus der früheren Nutzung als bedeutenden Lebensraum; langfristig sollen Buchen an vielen Stellen den alten Nutzwald aus Fichten ersetzen.
Der Erbeskopf
Am Nordrand des Nationalparks erhebt sich der Erbeskopf. Mit 816,32 Metern ist er laut Wikipedia der höchste Berg des Hunsrücks und von Rheinland-Pfalz und die höchste Erhebung Deutschlands links des Rheins. Seit 1971 steht dort ein elf Meter hoher hölzerner Aussichtsturm mit drei Plattformen; die Bäume schränken die Sicht ein, teils reicht sie aber bis zur Eifel. 2012 wurde das neu gestaltete Gipfelplateau mit einem Skulpturenweg eröffnet.
Am Erbeskopf gibt es ein Freizeit- und Wintersportzentrum: Im Winter laufen drei Skilifte, im Sommer fährt eine Sommerrodelbahn.
Wandern
Der Saar-Hunsrück-Steig führt mit mehreren Etappen durch den Nationalpark: mit den Etappen 9 und 10 von Nonnweiler bis zum Erbeskopf und mit den Etappen 11 und 12 von der Kirschweiler Festung bis zur Mörschieder Burr.
Praktische Hinweise
- Wege: In der Naturzone auf den markierten Wegen bleiben – dort darf sich die Natur ungestört entwickeln.
- Wetter: Im Hochwald ist es oft kühler und nasser als im Tal. Regenjacke einpacken.
- Erbeskopf im Winter: Ob die Lifte laufen, hängt vom Schnee ab – vorab prüfen.
