Die Schlichem in Dautmergen mit Kirchturm und Weiden am Ufer
Foto: Schwabe19, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Flussaue

Schlichemtal: von der Alb bis zum Neckar

Die Schlichem fließt auf 34 Kilometern von der Schwäbischen Alb bei Tieringen bis in den Neckar bei Epfendorf. Unterwegs staut sie sich bei Schömberg zu einem Badesee, schlängelt sich durch das Albvorland und gräbt sich zum Schluss eine wilde Klamm in den Muschelkalk – mit Burgruine und Mühle am Weg.

Was das Schlichemtal besonders macht

Die Schlichem ist ein Fluss im Zollernalbkreis und im Landkreis Rottweil. Laut Wikipedia ist sie 34 Kilometer lang und fließt ungefähr nach Westen, bis sie bei Epfendorf in den oberen Neckar mündet. Auf diesem Weg durchquert sie die Schwäbische Alb, das Albvorland und die Gäulandschaft – das Tal verändert sich deshalb von Abschnitt zu Abschnitt.

Erstmals erwähnt wurde der Fluss 1334 als „Schlichinn“. Der Name kommt wahrscheinlich vom althochdeutschen „slih“ für Furche – vermutlich wegen der Klamm am Unterlauf.

Quelle an der Wasserscheide

Die Schlichem entspringt 1,5 Kilometer nördlich von Tieringen, einem Stadtteil von Meßstetten, auf rund 880 Metern. In Tieringen kommt sie der Europäischen Wasserscheide bis auf etwa 50 Meter nahe: Jenseits davon entspringt die Obere Bära, die zur Donau fließt. Die Schlichem dagegen landet über Neckar und Rhein in der Nordsee.

Der Verlauf

Von der Alb fließt die Schlichem an Hausen am Tann und Ratshausen vorbei nach Schömberg. Danach geht es durch Dautmergen, an Täbingen und Leidringen vorbei nach Dietingen-Rotenzimmern und Dietingen-Böhringen, an der Ramsteiner Mühle entlang und schließlich nach Epfendorf. Auf dem Weg verliert sie rund 450 Höhenmeter.

Der Stausee bei Schömberg

Bei Schömberg staut die Schlichemtalsperre den Fluss zu einem See, der laut Wikipedia auch als Badesee ausgebaut ist. Über ihn spannt sich der Schlichem-Viadukt der Bahnstrecke Balingen–Schömberg.

Naturschutzgebiet und Klamm am Unterlauf

Am Unterlauf zwischen Dietingen und Epfendorf liegt das Naturschutzgebiet Schlichemtal mit Feuchtwiesen, Auwald und steilen Felswänden. Kurz vor der Mündung hat sich der Fluss die Schlichemklamm gegraben – mit Kaskaden und Gumpen das wildeste Stück des ganzen Tals. Rund zwei Kilometer unterhalb der Klamm mündet die Schlichem in den Neckar.

Burg, Mühle und Hofgut

Über dem Unterlauf liegen die Burgruine Irslingen auf einem Umlaufberg der Schlichem und das Hofgut Ramstein mit Blick auf die Ruine. Im Tal steht die Ramsteiner Mühle.

Wandern im Schlichemtal

Die bekannteste Tour ist die Paradiestour Schlichemklamm, eine knapp zehn Kilometer lange Runde ab Epfendorf durch Klamm und Naturschutzgebiet. Laut Wikipedia ist die Burgruine Irslingen außerdem über den Schlichemwanderweg erreichbar.

Praktische Hinweise

  • Naturschutzgebiet: Am Unterlauf auf den Wegen bleiben – mit etwas Glück siehst du Eisvogel oder Wasseramsel.
  • Schuhe: In der Klamm sind die Pfade schmal, wurzelig und oft nass.
  • Baden: Nur am ausgewiesenen Badesee bei Schömberg; Badezeiten und Wasserqualität vorab prüfen.

Quellen

Schlichemtal: von der Alb bis zum Neckar auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zum Schlichemtal

Wie lang ist die Schlichem?

34 Kilometer – von der Quelle bei Tieringen auf der Schwäbischen Alb bis zur Mündung in den Neckar bei Epfendorf.

Wo entspringt die Schlichem?

1,5 Kilometer nördlich von Tieringen, einem Stadtteil von Meßstetten, auf rund 880 Metern.

Kann man im Schlichemtal baden?

Ja, der Stausee der Schlichemtalsperre bei Schömberg ist als Badesee ausgebaut.

Wo ist die Schlichemklamm?

Am Unterlauf kurz vor der Mündung bei Epfendorf, im Naturschutzgebiet Schlichemtal.

Woher kommt der Name Schlichem?

Wahrscheinlich vom althochdeutschen „slih“ für Furche. Erstmals erwähnt wurde der Fluss 1334 als „Schlichinn“.