Kapelle am Weinfelder Maar bei Daun
Foto: Vertumnus, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · See

Weinfelder Maar (Totenmaar) bei Daun

Das Weinfelder Maar bei Daun heißt im Volksmund Totenmaar: Am Ufer steht allein die Kirche eines im Mittelalter verlassenen Dorfes mit Friedhof. Der 51 Meter tiefe Kratersee in der Vulkaneifel entstand vor rund 30.000 Jahren bei einer Wasserdampfexplosion.

Was das Weinfelder Maar besonders macht

Das Weinfelder Maar liegt rund zwei Kilometer südöstlich von Daun in der Vulkaneifel. Es ist ein Maarsee: rund 525 Meter lang, 375 Meter breit und 51 Meter tief, mit einer Wasserfläche von etwa 16,8 Hektar auf 483,5 Metern Höhe. Ein Ring aus Tuff umgibt den See; im Westen und Süden ist der Rand am höchsten, etwa am Mäuseberg mit 561,2 Metern.

Einen Überblick über die Maare und Vulkanseen der Region gibt unsere Seite zur Vulkaneifel.

Entstanden aus einer Explosion

Das Maar entstand vor etwa 30.000 Jahren bei einer phreatomagmatischen Explosion: Aufsteigendes Magma traf auf Grundwasser, das schlagartig verdampfte und einen Krater sprengte. Der See ist meromiktisch – seine Wasserschichten mischen sich nie vollständig.

Warum es Totenmaar heißt

Am Ufer steht eine Kapelle mit Friedhof, teils aus dem 14. Jahrhundert. Sie war die Pfarrkirche des Dorfes Weinfeld, das im 16. Jahrhundert nach der Pest verlassen wurde; zuletzt wird es 1512 erwähnt. Von dem Friedhof hat der See seinen Beinamen „Totenmaar“. Heute nutzt die Gemeinde Schalkenmehren Kapelle und Friedhof für Beerdigungen.

Die Sage vom versunkenen Schloss

Eine Sage erzählt, an der Stelle des Sees habe ein Schloss gestanden, das mit seinen Bewohnern versank. Nur eine Wiege mit einem Kind sei ans Ufer getrieben, und wo das Pferd des Grafen auf den Boden schlug, sei eine Quelle entsprungen. Aus Dank habe der Graf die Kapelle gebaut.

Wandern um die Dauner Maare

  • Kleine Runde: rund 4,5 Kilometer und 1,5 Stunden um Gemündener und Weinfelder Maar, etwa 190 Höhenmeter (laut ich-geh-wandern.de).
  • Über den Mäuseberg: rund 6,2 Kilometer ab einem kleinen Parkplatz oberhalb des Maars, vorbei am Dronke-Turm auf dem Mäuseberg.
  • Drei Dauner Maare: rund 8,6 Kilometer und gut drei Stunden über Gemündener, Weinfelder und Schalkenmehrener Maar (laut Tourenportal bergfex).
  • Eifelsteig: Etappe 11 führt über das Gemündener Maar, den Dronke-Turm und das Weinfelder Maar zum Schalkenmehrener Maar.

Baden kannst du nebenan im Naturfreibad am Gemündener Maar, das laut Wanderportal von Mai bis September geöffnet ist.

Naturschutz: Baden verboten

Das Maar steht unter Naturschutz, Baden ist verboten. Genieße den See vom Ufer aus – und verhalte dich auf dem Friedhof ruhig.

Praktische Hinweise

  • Lage: rund 2 km südöstlich von Daun.
  • Baden: verboten (Naturschutzgebiet).
  • Friedhof: wird noch genutzt – bitte Rücksicht nehmen.

Quellen

Weinfelder Maar (Totenmaar) bei Daun auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zum Weinfelder Maar

Warum heißt das Weinfelder Maar Totenmaar?

Wegen des Friedhofs an der Kapelle am Ufer, der Kirche des im 16. Jahrhundert verlassenen Dorfes Weinfeld.

Wie tief ist das Weinfelder Maar?

51 Meter.

Darf man im Weinfelder Maar baden?

Nein, das Maar steht unter Naturschutz, Baden ist verboten.

Wie alt ist das Weinfelder Maar?

Es entstand vor etwa 30.000 Jahren bei einer Wasserdampfexplosion.