Was das Nationalparkzentrum Lusen besonders macht
Neben Falkenstein ist Lusen das zweite große Besucherzentrum im Nationalpark Bayerischer Wald. Es liegt bei Neuschönau, unterhalb des Lusen, der mit 1.373 Metern laut Wikipedia der fünfthöchste Berg des Bayerischen Waldes ist. Hier kannst du einen ganzen Tag verbringen: mit Tieren, Ausstellung, Baumwipfelpfad und zwei weiteren Freigeländen.
Das Tier-Freigelände
Das Tier-Freigelände ist laut Nationalparkverwaltung über 200 Hektar groß. Rund 40 Säugetier- und Vogelarten leben hier, darunter Luchse, Wölfe, Wisente, Bären, Fischotter, Habichtskäuze und Auerhühner. Der Rundweg ist sieben Kilometer lang und dauert drei bis vier Stunden; Abkürzungen sind möglich.
Der Weg ist für Kinderwagen und Rollstühle geeignet, wird im Winter geräumt und ist das ganze Jahr frei zugänglich. Hunde dürfen mit, nur nicht in die begehbaren Gehege.
Der Baumwipfelpfad
Am Nationalparkzentrum beginnt der Baumwipfelpfad: 1.300 Meter lang und bis zu 44 Meter über dem Waldboden. Betrieben wird er von der Erlebnis Akademie AG, Zeiten und Preise gibt es dort. Weitere Pfade in ganz Deutschland stellen wir in unserem Beitrag zu den Baumwipfelpfaden vor.
Hans-Eisenmann-Haus
Im Hans-Eisenmann-Haus läuft die Ausstellung „Wege in die Natur – Eine Geschichte von Wald und Menschen“ mit interaktiven Stationen. In der Waldwerkstatt steht eine Nachbildung des Lusen in Miniatur, Kinder folgen einer eigenen Linie mit elf Hörstationen. Dazu kommen ein Kino, das Café Eisenmann und die Waldwirtschaft. Benannt ist das Haus seit 1988 nach Hans Eisenmann, in dessen Amtszeit als bayerischer Landwirtschaftsminister der Nationalpark eröffnet wurde.
Öffnungszeiten Hans-Eisenmann-Haus
- 26. Dezember bis 30. April: täglich 9 bis 17 Uhr
- 1. Mai bis 9. November: täglich 9 bis 18 Uhr
- Mitte November bis 25. Dezember: geschlossen
Angaben laut Nationalparkverwaltung, Stand Oktober 2026 – vor dem Besuch prüfen.
Pflanzen- und Gesteins-Freigelände
Auf vier Hektar zeigt das Pflanzen-Freigelände Hunderte Arten: Blumen, Gräser, Sträucher, Bäume, Farne und Moose. Im Gesteins-Freigelände erzählen Felsblöcke die Erdgeschichte der Region – manche sind über 500 Millionen Jahre alt. Beide sind ganzjährig zugänglich.
In der Nähe
Das zweite Besucherzentrum ist das Nationalparkzentrum Falkenstein mit dem Haus zur Wildnis. Alles über das Schutzgebiet liest du auf unserer Seite zum Nationalpark Bayerischer Wald.
Praktische Hinweise
- Zeit: Für Tier-Freigelände und Baumwipfelpfad zusammen mindestens einen halben Tag einplanen.
- Barrierefreiheit: Haus, Tier-Freigelände, Baumwipfelpfad sowie Pflanzen- und Gesteins-Freigelände sind nach „Reisen für Alle“ zertifiziert.
- Einkehr: Café Eisenmann, Waldwirtschaft und das Waldstüberl am Parkplatz P1.
