Was die Schwarzwasserhütte besonders macht
Die Schwarzwasserhütte steht auf 1.620 Metern auf der Schwarzwasseralpe im Kleinwalsertal, in den Allgäuer Alpen. Ringsum erheben sich Steinmandl, Grünhorn und Hoher Ifen, und ganz in der Nähe entspringt der Schwarzwasserbach, der der Hütte ihren Namen gibt. Talort ist Hirschegg in der Gemeinde Mittelberg. Das Kleinwalsertal gehört zu Vorarlberg in Österreich, ist mit dem Auto aber nur über Oberstdorf zu erreichen.
Die Hütte gehört der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins und ist eine Hütte der Kategorie I. Versorgt wird sie über eine Materialseilbahn.
Wichtig: Sanierung bis Frühjahr 2027
Laut Wikipedia ist die Schwarzwasserhütte von Herbst 2025 bis Frühjahr 2027 wegen einer Sanierung mit teilweisem Neubau geschlossen. Im Winter 2026/27 gibt es dort also weder Einkehr noch Übernachtung, und einen Winterraum hat die Hütte nicht. Wann genau sie wieder öffnet, klärst du am besten direkt bei der Sektion Schwaben.
In normalen Jahren ist die Hütte von Februar bis Ende März und von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Sie bietet dann 42 Betten und 33 Lagerplätze.
Geschichte
Der erste Teil der Hütte entstand zwischen 1914 und 1920. 1939 kam ein Schlafhaus dazu, 1957 ein Verbindungstrakt zwischen den Gebäuden. Von 1989 bis 1991 wurde die Hütte generalsaniert, 2004 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und mit einer Abwasserleitung ins Tal versehen. Die aktuelle Sanierung ist damit der nächste große Schritt nach gut 35 Jahren.
Zustiege und Gehzeiten
Alle Wege zur Schwarzwasserhütte sind Bergwanderungen; die Gehzeiten stammen aus Wikipedia:
- Ab Hirschegg (Fuchshof, 1.124 m) über die Auenhütte (1.273 m): rund 2,5 Stunden. Der Weg ist im Winter auch als Skitour begehbar.
- Ab Mittelberg mit der Bergbahn aufs Walmendinger Horn (1.990 m): von dort über die Ochsenhofer Scharte (1.850 m) rund 2,5 Stunden.
- Ab Baad (1.244 m) über die Starzelalm und die Ochsenhofer Scharte: rund 3 Stunden.
- Ab Bezau über die Mautstraße nach Schönenbach (1.025 m): über den Gerachsattel (1.752 m) rund 3 Stunden.
Gipfel und Übergänge
Von der Hütte aus sind drei Gipfel beliebt: der Hohe Ifen mit 2.230 Metern in rund 2,5 Stunden – dafür brauchst du Trittsicherheit –, der Diedamskopf mit 2.090 Metern in rund 3 Stunden und das Steinmandl mit 1.981 Metern in rund 1,5 Stunden. Alle drei sind im Winter auch beliebte Skitourenziele.
Als Runde empfiehlt sich die Tour Auenhütte – Ifenhütte – Hoher Ifen – Schwarzwasserhütte – Auenhütte; Auf- und Abstieg am Ifen verlangen Trittsicherheit und Erfahrung. Zum Neuhornbachhaus (1.650 m) gelangst du über das Neuhornbachjoch in rund zwei Stunden.
Für wen sich die Tour eignet
Die Zustiege sind keine Spaziergänge: Plane mindestens 2,5 Stunden pro Richtung ein, gutes Schuhwerk und Kondition für einen ganzen Bergtag. Für Gipfel wie den Hohen Ifen brauchst du Trittsicherheit. Im Winter ist das Gelände Skitouren- und Schneeschuhgelände – dafür gehören Lawinenlagebericht und passende Ausrüstung dazu.
Wie du dich auf Touren im Schnee vorbereitest, liest du in unserem Beitrag zum Schneeschuhwandern im Kleinwalsertal, Einkehrtipps für den Winter in unserem Beitrag zu den Hütten an Winterwanderwegen.
Praktische Hinweise
- Geschlossen: laut Wikipedia von Herbst 2025 bis Frühjahr 2027 (Sanierung).
- Kein Winterraum: Im Winter gibt es ohne Bewirtschaftung keine Übernachtungsmöglichkeit.
- Anreise: Das Kleinwalsertal erreichst du mit dem Auto nur über Oberstdorf.
