Passhöhe am Ecker Sattel mit Schild – hier liegt der Parkplatz für den Weg zum Skywalk
Foto: Ulflulfl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Naturspot · Aussichtspunkt

Skywalk im Bayerischen Wald: Aussichtsplattform am Eck bei Arnbruck

Der Skywalk bei Arnbruck ragt an einem alten Steinbruch kurz vor dem Ecker Sattel rund 30 Meter über die Bäume hinaus. Von der Plattform blickst du tief ins Zellertal, bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Vom Parkplatz am Eck sind es nur fünf bis zehn Minuten zu Fuß.

Was den Skywalk am Eck besonders macht

Wer im Bayerischen Wald nach einem Skywalk sucht, landet am Eck: Die Aussichtsplattform steht an einem ehemaligen Steinbruch kurz vor dem Ecker Sattel, im Bereich des Wintersportzentrums Eck-Riedelstein, und ragt rund 30 Meter hoch über die Bäume hinaus. Von dort geht der Blick steil hinunter ins Zellertal rund um Arnbruck und Drachselsried. Bei guter Fernsicht erkennst du laut den Tourismusstellen sogar einige Alpengipfel am Horizont.

Gebaut wurde der Skywalk im Rahmen des Projekts „Ski und Wandern über die acht Tausender“ – einer Zusammenarbeit der Gemeinden Arnbruck, Drachselsried, Arrach und Hohenwart. Infotafeln auf der Plattform zeigen, welche Höhenzüge du vor dir hast.

So kommst du hin

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Berggasthof Eck auf dem Ecker Sattel. Der Pass liegt laut Wikipedia auf 842 Metern und verbindet über die Staatsstraße 2326 Arrach im Landkreis Cham mit Arnbruck im Landkreis Regen. Vom Parkplatz überquerst du die Straße und folgst der Beschilderung über eine Wiese Richtung Mühlriegel. Die Plattform liegt rund 700 Meter vom Ski- und Wanderzentrum Richtung Arnbruck, zu Fuß brauchst du laut ArberLand fünf bis zehn Minuten.

Ohne Auto: Laut Goldsteig fährt von Mitte Mai bis 31. Oktober ein Wanderbus von Lam nach Eck. Am Pass gibt es außerdem eine Bushaltestelle.

Längere Anreise zu Fuß: Rundweg ab Arnbruck

Wer sich den Blick erwandern möchte, startet in Arnbruck im Zellertal. Eine Runde über den Skywalk ist laut dem Wanderblog „Bayerischer Wald Wandern“ rund 9,1 Kilometer lang und dauert etwa drei Stunden; dabei geht es vom Bruckbach auf 538 Metern bis auf 835 Meter hinauf. Rund ein Kilometer am Anfang und am Ende verläuft auf Asphalt.

Was du rund um den Skywalk machen kannst

Großer Riedelstein mit Waldschmidt-Denkmal

Westlich des Passes steigt der Große Riedelstein auf 1.132,9 Meter an – laut Wikipedia der höchste Punkt des Kaitersbergs. Auf dem Gipfel steht das Waldschmidt-Denkmal, ein Steinmonument für den Heimatdichter Maximilian Schmidt. Der Gipfel ist als Geotop ausgewiesen: Er besteht aus Gneis mit auffälliger Bänderung. Durch das Gebiet führt der Europäische Fernwanderweg E6.

Über die acht Tausender zum Großen Arber

Östlich des Ecker Sattels beginnt eine der bekanntesten Kammwanderungen des Bayerischen Waldes. Die Goldsteig-Etappe N 13 führt vom Eck über acht Gipfel mit mehr als 1.000 Metern bis auf den Großen Arber – vom Mühlriegel (1.080 m) über den Ödriegel bis zum höchsten Berg des Bayerischen Waldes. Laut Goldsteig ist die Etappe 16 Kilometer lang, dauert rund sechs Stunden und 45 Minuten und gilt als schwer. Der Skywalk liegt gleich am Anfang und ist ein guter erster Halt.

Im Winter: Wintersportzentrum Eck-Riedelstein

Am Hang des Großen Riedelsteins laufen im Winter laut Wikipedia zwei Skilifte. Die Plattform ist ganzjährig begehbar; bei Schnee und Eis brauchst du auf dem kurzen Zuweg aber festes Schuhwerk (redaktionelle Einschätzung).

Das Zellertal unter dir

Der Ort, auf den du von der Plattform hinunterschaust, ist Arnbruck. Er liegt laut Wikipedia auf 581 Metern am Fuß des Riedelsteins, rund 13 Kilometer nordöstlich von Viechtach und 12 Kilometer nordwestlich von Bodenmais. Bekannt ist er für Glas: Das Glasdorf der Familie Weinfurtner beschäftigt rund 200 Glasbläser, Handwerker und Floristen und zählt zu den größten Manufakturen im Bayerischen Wald. Die Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde 1676 umgestaltet und 1760 erweitert; Altäre und Kanzel stammen vom Kötztinger Bildhauer Johann Paul Hager.

Einkehr

Direkt am Parkplatz liegt der Berggasthof Eck, der auch Zimmer anbietet. Öffnungszeiten nicht verifiziert – bitte vorab prüfen.

In der Nähe

Mehr über die großen Schutzgebiete der Region liest du auf unseren Seiten zum Naturpark Bayerischer Wald und zum Nationalpark Bayerischer Wald. Wer im Winter wiederkommt, findet geräumte Wege in unserem Beitrag Winterwanderwege im Bayerischen Wald.

Praktische Hinweise

  • Öffnungszeiten: Jederzeit begehbar (laut Tourist-Information Lamer Winkel).
  • Eintritt: Frei zugänglich.
  • Kinder: Kurzer Weg, ideal auch für Familien – Kinder auf der Plattform trotzdem im Blick behalten (redaktionelle Einschätzung).
  • Barrierefreiheit: Nicht verifiziert; der Zuweg führt über eine Wiese.
  • Erwartung: Wie viel du siehst, hängt stark vom Wetter ab. Bei Nebel oder dichtem Dunst bleibt die Fernsicht aus.

Quellen

Skywalk im Bayerischen Wald: Aussichtsplattform am Eck bei Arnbruck auf der Karte

Naturspot

Häufige Fragen zum Skywalk am Eck

Wo ist der Skywalk im Bayerischen Wald?

Am Ecker Sattel zwischen Arrach und Arnbruck, an einem alten Steinbruch rund 700 Meter vom Ski- und Wanderzentrum Eck-Riedelstein Richtung Arnbruck.

Wie hoch ist der Skywalk bei Arnbruck?

Die Plattform liegt rund 30 Meter hoch über den Bäumen.

Wie lange läuft man zum Skywalk?

Vom Wanderparkplatz am Berggasthof Eck fünf bis zehn Minuten.

Kostet der Skywalk Eintritt?

Nein, die Plattform ist frei zugänglich und jederzeit begehbar.

Sieht man vom Skywalk die Alpen?

Bei guter Fernsicht ja – laut den Tourismusstellen sind dann einige Alpengipfel am Horizont zu erkennen. Bei Dunst oder Nebel nicht.

Welche Wanderungen starten am Eck?

Zum Beispiel auf den Großen Riedelstein mit dem Waldschmidt-Denkmal oder die Goldsteig-Etappe über acht Tausender zum Großen Arber (16 km, schwer).